Die Schneefallgrenze liegt tiefer als die Nullgradgrenze. Denn die Schneeflocken beginnen erst unterhalb der Frostgrenze zu schmelzen, und dies geht nicht plötzlich. Es entsteht eine sogenannte Schmelzzone, in diesem Bereich gehen allmählich alle Flocken in Tropfen über.
Die Schneefallgrenze kann durchaus mehrere hundert Meter unterhalb der 0-Grad-Grenze liegen. Die Dicke der Schmelzzone hängt nämlich von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst bestimmt natürlich die Temperatur, wie schnell die Schneeflocken schmelzen. Auf der anderen Seite besitzt auch die Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle. Bei trockener Luft kann es durchaus bei +8 Grad schneien. Ist nämlich die Luft trocken, dann schmelzen die Schneeflocken gar nicht, sondern sie verpuffen. Durch das sogenannte Sublimieren gehen die Eiskristalle direkt in Wasserdampf über. Die Flocken werden kleiner und kleiner, aber sie schmelzen nicht. Als letztes sorgt eine erhöhte Niederschlagsintensität für eine dickere Schmelzzone und damit ein Absinken der Schneefallgrenze.
Aus dem Archiv: Bilder aus schneereicheren Wintern
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Bild 1 von 5. Dezember 2014. Grossaufnahme von Schneeflocken. Bildquelle: Rico Fries.
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Bild 2 von 5. Januar 2018. Es fiel auch schon zu viel des Guten... Hier auf der Bettmeralp/VS. Bildquelle: Othmar Sachs.
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Bild 3 von 5. Februar 2015. Schnee-Rolle auf einer Autoscheibe. Bildquelle: Markus Hardegger.
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Bild 4 von 5. Februar 2018. Vogelperspektive. Bildquelle: Roland Hunziker.
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Bild 5 von 5. November 2019. Ein Beweisbild, dass es auch in diesem Winter Schnee gab. Zumindest in den höheren Lagen. Bildquelle: Bea Stübi.