Die vergangenen nassen Tage haben vor allem dem östlichen Alpennordhang über 2000 m einiges an Neuschnee gebracht. Diese Witterung führte dazu, dass die sowieso schon überdurchschnittliche Schneehöhe auf dem Weissfluhjoch einen neuen Rekordwert verzeichnen kann. Nach den Tagen mit viel Neuschneezuwachs zwischen 13. bis 18. Januar 2019 wurde ab gestern, 21. Mai 2019, mit 291 cm bzw. 296 cm Schneehöhe neue Rekordwerte verzeichnet. In der zweiten Maihälfte wurde somit mehr Schnee gemessen als jemals zuvor.
Bis Anfang nächster Woche nimmt die Schneedecke mit milderem und weniger nassem Wetter zwar wieder ab, aber voraussichtlich erhält sie am Dienstag wieder Zuwachs. Ob es dann für einen neuen Höchstwert reicht, wird sich zeigen. Den Juni-Rekord aus dem Jahr 1965 ist zwar nicht unmöglich zu schlagen, scheint aber eher unwahrscheinlich.
Verbindung zum Klimawandel
Zwar zeigen die Klimaszenarien in Zukunft eine Abnahme der Schneemengen im Alpenraum, aber auch eine Zunahme der Winterniederschläge. Gegen die Klimaerwärmung sprechen die diesjährigen Rekordschneemengen somit auf keinen Fall, da zwar mildere Winter erwartet werden, aber wärmere Luft mehr Feuchtigkeit zu transportieren vermag. Dadurch können in optimalen Fällen solche Anhäufungen jederzeit wieder vorkommen.