Eine Quellwolke in unseren Breiten hat einen Wassergehalt von etwa einem Gramm pro Kubikmeter. Das bedeutet, dass selbst eine sehr kleine Quellwolke mit den Massen 200 x 200 x 200 Meter rund acht Tonnen Wasser in sich trägt. Dies entspricht dem Gewicht eines kleinen LKWs (7,5 t).
In der Regel ist selbst eine kleine «Schönwetterquellwolke» grösser. Sie kann eine Ausdehnung von 2000 auf 2000 auf 2000 Metern erreichen und wiegt 8000 Tonnen. Das entspricht in etwa 200 vollbeladenen grossen LKWs mit je 40 Tonnen.
Gewitterwolken, die Schwergewichte am Himmel
Unter günstigen atmosphärischen Bedingungen können Quellwolken innerhalb kurzer Zeit zu mächtigen Gewitterwolken (Cumulonimbus) heranwachsen. Eine einzelne Gewitterwolke kann in Mitteleuropa eine Höhe von bis zu zehn Kilometern erreichen. Somit bringt sie bereits eine Million Tonnen oder mehr auf die Waage, was etwa doppelt so schwer wie der Burj Khalifa ist.
In den Tropen ragen Gewitterwolken bis zu 18 Kilometer in den Himmel. Weil warme Tropenluft besonders viel Feuchtigkeit speichern kann, tragen diese Wolken gewaltige Wassermengen in sich. Ihr Gewicht kann dabei mehrere hundert Millionen Tonnen erreichen.
Was hält die Schwergewichte am Himmel?
Die beträchtliche Wassermenge ist in unzählige kleine Tröpfchen aufgeteilt. In Quellwolken herrscht zudem ein Aufwind, der die Wassertröpfchen in der Wolke hält. Dabei können die Wassertröpfchen wachsen und an Gewicht zunehmen. Sobald sie zu schwer werden, fallen sie zu Boden und es beginnt zu regnen.