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Selber machen So gefrieren Seifenblasen

Sie sehen zauberhaft aus, die filigranen Eiskugeln. Wenn es genug kalt ist, kann man sie selber machen: Seifenwasser mit etwas Zucker Temperaturen unter null und innert weniger Sekunden hat man das Kunstwerk.

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Gefrierprozess einer Seifenblase, wenn es sehr kalt ist
Aus me_meteo vom 10.01.2021.
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Wenn Sie die Kugeln produzieren, schauen Sie einmal genau hin, was da passiert: Am Anfang wachsen unten kleine Kristalle, die wie von Geisterhand nach ober über die Kugel wandern. Und bald einmal sind überall auf der Blase Kristalle.

Die «Geisterhand» heisst «Marangoni-Effekt». Entscheidend ist ein Unterschied in der Oberflächenspannung auf der Blase. Unten ist die Oberflächenspannung geringer als oben in der Blase. Die Seifenlauge strömt in Richtung der grösseren Spannung, also von unten nach oben, und nimmt die Kristalle mit. Rausgefunden haben es Forscher von «Virginia Tech» in den USA.

Den «Marangoni-Effekt» sieht man meist, wenn es sehr kalt ist, z.B. -8 °C oder kälter. Ist die Temperatur näher bei null Grad, wachsen die Kristalle von unten her nach oben:

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Seifenblase in weniger kalten Luft
Aus me_meteo vom 10.01.2021.
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Rezept

Entscheidend ist der Zucker. Fügen Sie zur Seifenlauge 2 Esslöffel Zucker hinzu. Das sorgt für stabilere Seifenblasen. Falls sie gerade kein «Seifenblätterliwasser» haben, können Sie es auch selber mischen:

  • 200 ml Leitungswasser
  • 35 ml Maissirup
  • 35 ml Spülmittel
  • 2 EL Zucker

Vorsicht bei Wind und Schnee: Es darf weder winden noch schneien, sonst gehen die Seifenblasen zu schnell kaputt. Und es muss kalt sein, je kälter, desto besser. Zwar gefriert es ab 0 °C, aber optimal funktioniert es ab -10 °C.
Pusten Sie die Blasen nicht in die Luft sondern versuchen Sie, die Blasen sanft auf einen weichen Untergrund, z.B. Schnee, abzusetzen. Nur wenn es -25 Grad kalt ist, gefrieren die Blasen auch im Flug.

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