Für seine Entstehung müssen besondere meteorologische Bedingungen erfüllt sein. Entscheidend sind dünne Schleierwolken mit plättchenförmigen Eiskristallen. Diese schweben nahezu waagerecht in der Atmosphäre und wirken wie kleine Prismen. Trifft das Sonnenlicht auf die Eisplättchen, wird es gebrochen und in seine Spektralfarben aufgespalten.
Zirkumhorizontalbogen
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Bild 1 von 3. Zweisimmen/BE. Heute beobachteter Zirkumhorizontalbogen. Bildquelle: Melanie Gobeli.
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Bild 2 von 3. Oberschrot/FR. Nur schwache, aber dennoch erkennbare Regenbogenfarben. Bildquelle: Görel Bieri.
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Bild 3 von 3. Wangen bei Olten/SO. Der Zirkumhorizontalbogen ist nicht immer auffällig, teilweise ist er nur sehr schwach ausgeprägt. Bildquelle: Franziska Dürmüller.
Eine wichtige Voraussetzung ist zudem ein hoher Sonnenstand. Deshalb lässt sich das Phänomen in der Schweiz nur etwa von Mai bis August beobachten, wenn die Sonne mittags ausreichend hoch steht.
Mit Beginn der warmen Jahreszeit steigen also nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Chancen auf dieses seltene Farbenspiel.