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Meteostory von 09:40 Uhr
Aus Meteostory vom 26.08.2020.
abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
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Wetter total extrem Am Morgen um 2 Uhr 25 Grad in Basel

In diesen Stunden erleben wir Wetter in extremis. Sturmtief «Kirsten» sorgt für Wetterkapriolen. Schon am frühen Morgen um 2 Uhr zeigte das Thermometer am Rheinknie mehr als 25 Grad. Ohne Wind war es gleichzeitig frisch. In Hallau wurden um 3 Uhr knapp 13 Grad gemessen.

Sturmtief «Kirsten» zieht heute Mittwoch von der Nordsee bis ins Baltikum und sorgt in weiten Teilen Mitteleuropas für starken bis stürmischen Südwest- bis Westwind. Gleichzeitig saugt es aber aus Südwesten auch extrem warme Luft an. Das war bereits am Dienstagabend zu spüren, als um 18 Uhr in Genf 30,1 Grad gemessen wurden. Der starke Südwestwind führte im Laufe der Nacht die heisse Luft immer weiter nach Osten und führte dazu, dass es an vielen Orten im Laufe der Nacht immer wärmer wurde.

Blick von der Rigi auf den Vierwaldstättersee.
Legende: Rigi Kulm Schon am Dienstagabend gab es im starken Südwest- bis Westwind eine tolle Stimmung auf der Rigi. Eveline Helfenstein

Keine Tropennacht in Basel

Bis um 23 Uhr sank in Basel die Temperatur auf 19,5 Grad, dann drehte der Wind von Ost auf West, und die Temperatur stieg mitten in der Nacht immer mehr an. Am Morgen um 2 Uhr wurde ein Wert von 25,6 Grad gemessen, danach pendelten sich die Temperaturen im Bereich zwischen 22 und 25 Grad ein. Auch in Vevey am Genfersee wurde die Sommermarke von 25 Grad mitten in der Nacht geknackt. Am Morgen um 3 Uhr wurde dort ein Wert von 25,1 Grad registriert. Im Mittelland stiegen die Temperaturen von 18 Grad im Laufe der Nacht verbreitet auf 22 Grad.

Dämmerungsstimmung in Basel am Rhein (Archivbild).
Legende: 25,6 Grad am Morgen um 2 Uhr Im Laufe der Nacht wurde es in Basel immer wärmer. Um 2 Uhr gab es mehr als 25 Grad. Peter Wehrli

Ohne Wind keine Sommerwärme

Die nächtliche Wärme war aber extrem vom Wind abhängig. In windgeschützten Lagen blieb es frisch. In Hallau im Kanton Schaffhausen, wo der Westwind schwach blieb, wurden am Morgen um 4 Uhr 14,4 Grad gemessen, während des am rund 20 Kilometer entfernten Flughafen Zürich gleichzeitig 22,3 Grad gab. Der Einfluss des Windes war auch an der Station La Brévine zu sehen. Am Mittwochmorgen um 2 Uhr zeigte das Thermometer mit kräftigem Südwest- bis Westwind 18,8 Grad, am Dienstagmorgen gab es dagegen leichten Frost.

Trotz Kaltfront bis 30 Grad

Im Laufe des Tages ziehen zwar die Ausläufer einer Kaltfront über uns hinweg. Damit wird zwar die Luftmasse im Laufe des Tages kühler, dank Sonneneinstrahlung werden am Genfersee wieder 30 Grad erwartet, und auch im Wallis und im Süden dürfte die 30 Gradmarke nur knapp verpasst werden. Im Osten sickert dagegen etwas kühlere Luft ein, und dort liegen die Maximalwerte am Nachmittag bei 26 Grad. Eine markante Abkühlung folgt erst am Wochenende.

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