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So entstehen Fronten
Aus me_meteo vom 25.11.2018.
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Wetterwissen Eine Front kommt selten allein

Warm- und Kaltfronten bestimmen momentan wieder unser Wetter. Während heute eine Warmfront über die Schweiz zieht, bringt am Mittwoch eine Kaltfront bereits wieder Niederschlag und Abkühlung. Diese Abfolge ist nicht ungewöhnlich und hängt mit der Entstehung von Fronten zusammen.

Fronten entstehen an der Grenze zwischen kalter Polarluft und warmer Luft aus den mittleren Breiten. An dieser Luftmassengrenze bilden sich Wellen und dadurch wird warme Luft nach Norden und kalte Luft nach Süden bewegt. Dadurch entsteht ein Tiefdruckgebiet mit einer Warmfront im Osten und einer Kaltfront im Westen.

See, Berge und ganz viele hohe Wolken
Legende: Oft künden Zirren bereits früh die Ankunft einer Warmfront an. Peter Beutler

Warmfronten sind eher gemächlich. Weil warme Luft weniger dicht ist als kalte, schiebt sie sich langsam über die Kaltluft. Deshalb steigt die Temperatur zuerst in der Höhe an. Erst später erreicht die warme Luft auch tiefere Lagen. Oft kündigen sich Warmfronten bereits früh mit Zirren an. Später ziehen auch mittelhohe Wolken auf. Dazu fällt typischerweise flächiger Regen.

Regenbogen auf grüner Wiese. Links starker Regen, rechts blauer Himmel.
Legende: Kaltfronten führen oft zu einem plötzlichen Wetterwechsel. Lukas Wyss

Kaltfronten hingegen sind schneller und heftiger. Kalte Luft drückt sich unter die warme, welche dadurch stark angehoben wird. Durch diese schnelle Hebung sind Kaltfronten oft begleitet von kräftigen Schauern und Sturmböen. Dazu sinkt die Temperatur innert kurzer Zeit markant ab.

Nicht immer sind Fronten in Warm- oder Kaltfront einteilbar. Manchmal wird eine Warmfront von einer Kaltfront eingeholt. Diese so enstandene Mischform nennt man Okklusion.