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#SRFMeteoVideo von Franz Krummenacher mit Quellwolken über der Rigi
Aus Meteo Zusatzmaterial vom 20.08.2021.
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Bergwetter Mit zunehmender Höhe wird es kühler, aber nicht immer

Pro 100 m geht die Temperatur um 1 Grad zurück, so die gängige Faustregel. Am Samstag bewahrheitet sie sich. Doch meist sinkt die Temperatur mit der Höhe weniger schnell. Im Extremfall kann es auf dem Berg sogar wärmer sein als unten im Tal.

Pro 100 m Höhenzunahme 1 Grad weniger

Am Samstag lockt das sonnige Wetter mit geringer Schauerneigung viele Wanderer in die Berge. Wem es im Flachland zu heiss ist, findet Erfrischung in der Höhe. Die bekannte Faustregel funktioniert aktuell sehr gut. Die Temperaturabnahme von 1 Grad pro 100 m ist auch als trockenadiabatischer Temperaturgradient bekannt. So kühlt sich ein aufsteigendes Luftpaket ab, wenn sich keine Wolke bildet.

In der Wolke pro 100 m Höhenzunahme 0.6 Grad weniger

Deutlich geringer ist der Temperaturrückgang in einer Wolke: Steigt zum Beispiel ein Luftpaket in einer Gewitterwolke auf, dann ist seine Abkühlung nur noch 0.6 Grad pro 100 m. Dieser Wert wird auch feuchtadiabatischer Temperaturgradient genannt. Warum ist hier die Abkühlung viel weniger stark? Der Grund ist die Bildung der Wolkentröpfchen: Sogenannte Kondensationswärme wird frei. Diese verzögert die Abkühlung mit zunehmender Höhe.

Legende: In dieser Gewitterwolke beträgt der Temperaturgradient pro 100 m 0.6 Grad Marcel Giger

Auf dem Berg wärmer als im Tal: Inversion

Vor allem im Herbst und Winter, aber zum Teil auch in der Nacht sind sogenannte Inversionen typisch. Die kalte und damit schwerere Luft sammelt sich im Tal und auf dem Berg bleibt es wärmer. Also eine verkehrte Welt, denn mit zunehmender Höhe nimmt die Temperatur zu und nicht ab. Daher der Name Inversion, für Umkehrung. Häuft ist die kältere Luftschicht durch Nebel oder Hochnebel sogar sichtbar.

Legende: An diesem Oktobertag war es auf dem Pilatusgipfel gleich warm oder sogar noch wärmer als unter der Nebeldecke. Priska Scullari

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