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Bild 1 von 7. Das Hightech-Zentrum in Brugg berät kleinere und mittlere Unternehmen. Die elf Mitarbeitenden vermitteln zum Beispiel Förder- und Forschungsgelder, sie knüpfen Kontakte zu Hochschulen oder aber sie beraten die Unternehmen, wie sie ihre Produkte verbessern und auf den Markt bringen können. Drei Beispiele finden Sie in dieser Galerie. Bildquelle: Hightech Zentrum Aargau HTZ.
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Bild 2 von 7. Ruedersäge AG. Absperrlatten sichern Baustellen. Sie sind Wind und Wetter ausgesetzt. Stehen draussen – bei Tag und bei Nacht. Ihre Lebenszeit ist begrenzt. Für Pascal Schneider von der Ruedersäge AG müssen sie allzu früh ersetzt werden. Um seinen Kunden bessere Qualität zu liefern, wurde er innovativ. Und gelangte ans Hightech Zentrum. Bildquelle: Hightech Zentrum Aargau HTZ.
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Bild 3 von 7. Pascal Schneiders Anfrage findet beim Hightech Zentrum offene Ohren: «Mit einer Absperrlatte unter dem Arm fuhr ich nach Brugg und erklärte meine Idee. Es kamen weitere Besprechungen dazu. Jedes Mal erfuhr ich Neues. Schliesslich wurden 20‘000 Franken für die Entwicklung gesprochen.». Bildquelle: Hightech Zentrum Aargau HTZ.
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Bild 4 von 7. Beispiel TB Safety. TB-Safety in Frick stellt Schutzanzüge her. Zu den grossen Abnehmerinnen zählen die Chemie- und die Pharmaindustrie. Das Pièce de Résistance sind die Filter. Sie sind verhältnismässig gross und müssen nach jedem Einsatz zusammen mit dem Anzug als Sondermüll entsorgt werden. Gäbe es kleinere Filter, wäre dies eine patentwürdige Innovation. Bildquelle: Hightech Zentrum Aargau HTZ.
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Bild 5 von 7. Ob so ein Filter machbar ist, daran arbeiten aktuell die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Nik Keel mit seiner TB-Safety. Mit Geld, das vom Hightech Zentrum Aargau gesprochen wurde. Allerdings: Das Resultat dieser Zusammenarbeit ist noch geheim. Offenbar liegt die Lösung aber in der Nanotechnologie. Bildquelle: Hightech Zentrum Aargau HTZ.
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Bild 6 von 7. Beispiel MEMS AG. Mit den Forschungsfonds – welcher vom Hightech Zentrum Aargau verwaltet wird – fördert der Kanton gezielt Projekte von Aargauer Unternehmen, die direkt mit einer Hochschule oder einem Forschungsinstitut zusammenarbeiten. Die MEMS AG in Birmenstorf entwickelt Messgeräte, die die Qualität von Gas messen. Bildquelle: Hightech Zentrum Aargau HTZ.
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Bild 7 von 7. Der Forschungsfonds besteht seit 2008. 2014 stehen 1,2 Millionen Franken zur Verfügung. Der kantonale Förderbeitrag wird ausschliesslich an die am Projekt beteiligten Hochschulen oder Institute überwiesen; von den Firmen wie in diesem Beispiel wird eine finanzielle Beteiligung in gleicher Höhe verlangt. Bildquelle: Hightech Zentrum Aargau HTZ.
Bopp nannte neben dem Maschinenbau die Biotech-, die Energie-, die Elektronik- und Logistik- sowie die Nano-Industrie. Das Hightech-Zentrum verstehe sich als Katalysator für erfolgreiche Innovationen in der Wirtschaft.
Die beste und innovativste Idee verpufft, wenn sie nicht in ein marktfähiges Produkt umgesetzt wird.
So werde derzeit zusammen mit einer Firma aus Frick ein Atemschutzfilter für Schutzanzüge entwickelt, der in den Ebola-Gebieten Afrikas zum Einsatz kommen könne. Das HTZ zählt derzeit elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Das Kantonsparlament hatte im Juni 2012 einen Kredit von knapp 38 Millionen Franken für das vier Jahre dauernde Förderprogramm bewilligt. Es soll laut Regierung dazu beitragen, dass im Aargau durch hohe Wertschöpfung bei tiefem Ressourcenverbrauch ein qualitatives Wirtschaftswachstum erzielt wird.
Lohnt sich das Engagement des Kantons?
Inzwischen wurde der Kredit im Rahmen des Sparprogramms um drei Millionen Franken gekürzt, wie Regierungsrat Urs Hofmann gegenüber Radio SRF ausführt. Das Engagement lohne sich, glaubt Hofmann. «Die Rückmeldungen der KMU sind sehr positiv, man ist froh um dieses Angebot.»
Allerdings sei es schwierig, den Erfolg nach knapp zwei Jahren «in Cash» zu messen. Es sei noch nicht klar, ob der Kanton durch sein Engagement mehr Steuern einnehme oder die Firmen wirklich mehr Umsatz machen. «Wir werden nach Ablauf der fünfjährigen Pilotphase eine Evaluation durchführen. Dann muss die Politik entscheiden, ob sich das Engagement lohnt», so Hofmann weiter.
Hofmann glaubt allerdings an die Wirksamkeit der kantonalen Hightech-Strategie. «Die Industrie entwickelt sich durch die Digitalisierung rasant, der Konkurrenzdruck ist enorm. Es sind schon grosse, traditionsreiche Firmen verschwunden, weil sie sich nicht angepasst haben.» Insofern sei es sicher richtig, dass man die Zusammenarbeit von Forschung und Industrie verstärke.
«Man muss sich vielleicht nicht fragen, was es bringt. Sondern man muss sich fragen: Was würde passieren, wenn wir nichts unternehmen?»