Am Sonntag hatte das Alte Zeughaus zum letzten Mal für lange Zeit geöffnet. Zum Abschied gab es bereits am Samstag ein Fest für die Besucher. Es sei vielen Leuten ein Bedürfnis gewesen, noch einmal vorbeizuschauen, sagt Co-Museumsleiterin Claudia Moritzi zum Regionaljournal Aargau Solothurn.
Anderthalb Jahre lang bleibt das Museum mit seinen historischen Waffen und Rüstungen nun geschlossen. «Es ist schon ein bisschen Wehmut dabei», sagt Claudia Moritzi: «Es überwiegt aber die Vorfreude, auf was dann kommt».
13 Millionen für Umbau
Das Alte Zeughaus ist 400 Jahre alt und muss saniert werden. Der Solothurner Kantonsrat hat knapp 13 Millionen Franken gesprochen, um die Sicherheit, den Brandschutz und die Statik den heutigen Anforderungen anzupassen. Das Museum gehört dem Kanton.
Kritik am Umbau
Zudem hat die Solothurner Regierung 2,5 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds gesprochen, um auch die Ausstellung zu modernisieren. Die Säbel und Gewehre sollen in einer zeitgemässen Art präsentiert werden, wenn das Zeughaus in anderthalb Jahren wieder öffnet.
Die Wehrhaftigkeit Solothurns
Der Bau des Alten Zeughauses (1609–1614) geht zurück auf die Zeit, als der französische Botschafter im Stadtstaat Solothurn residierte. Hier verhandelte er im Auftrag der französischen Krone mit eidgenössischen Unternehmerfamilien, welche junge Männer als Söldner an die europäischen Grossmächte vermittelten, vor allem an Frankreich.
Das Zeughaus diente in dieser Zeit als Waffen- und Rüstungslager für den Söldnerhandel. Das imposante Gebäude war aber nicht nur Lagerort, sondern auch Repräsentationsbau und Symbol für die Wehrhaftigkeit Solothurns. 1907 wurde der Betrieb im Alten Zeughaus eingestellt. Seither dient es als Museum.