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Bild 1 von 4. Das Bäderquartier in Baden ist seit längerer Zeit ein trauriger Ort. Nur: Wer ist für diesen Schandfleck verantwortlich? Sind es die früheren Besitzer der Verenahof-Gruppe? Oder die heutigen Eigentümer? Oder gar die Stadt? Der schwarze Peter geht reihum. Bildquelle: Stefan Ulrich / SRF.
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Bild 2 von 4. Das Thermalbad von Architekt Mario Botta soll dem Bäderquartier neuen Glanz verleihen. Die Baubewilligung liegt vor. Doch der Bau ist abhängig vom Fortschritt des Projekts einer Rehaklinik im ehemaligen «Verenahof» gleich hinter dem Bad. Bildquelle: zvg.
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Bild 3 von 4. Die alten Badehotels Verenahof und Bären (spitze Fassade). Sie gehören zum so genannten Verenahof-Geviert, das auch noch den «Ochsen» und den «Staadhof» umfasst. In diesem Geviert soll eine Rehabilitations-Klinik entstehen. Das Problem hier: Wie sieht die zukünftige Nutzung genau aus? Wie viel Verkehr erzeugen die neuen Projekte? Bildquelle: zvg.
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Bild 4 von 4. Das «Römerbad», einst eine Dépendance des «Grand Hotels», hat schon bessere Zeiten gesehen. Es ist dem Abbruch geweiht. Bildquelle: Stefan Ulrich / SRF.
NZZ, 3.12.2016
In der Wochenendausgabe vom 3. Dezember fährt die NZZ grobes Geschütz auf gegen die Stadt Baden. «So eine schöne Leiche» ist der Artikel über Baden betitelt.
Redaktorin Daniele Muscionico lässt darin den Bäder-Investor Benno Zehnder ausführlich zu Wort kommen. Die Sicht der Stadtbehörden blendet sie aus. Obwohl sie sich ausführlich mit Stadtammann Geri Müller unterhalten habe, wie dieser gegenüber Radio SRF erklärt.
Die Vorwürfe der NZZ
- Baden habe im Zusammenhang mit dem Bäderquartier bei der Stadtentwicklung keine Vision.
- Baden definiere sich zu stark als Industriestadt und habe die Bäder aus dem Fokus verloren.
- Das Badener Bäderquartier sei «der traurigste kulturgeschichtliche Schandflecken der Schweiz».
- Die Stadt wolle sich finanziell nicht an der Betriebsgesellschaft des Bades beteiligen und verzichte damit auf eine strategische Investition und verpasse eine Chance für das Standortmarketing.
- Der Investor sei nicht wirklich willkommen in der Stadt, man habe ihm Steine in den Weg gelegt.
Die Reaktion von Stadtammann Geri Müller
- Im Planungsleitbild der Stadt sei ganz klar festgehalten, dass die Bäder für die Stadt von grösster Bedeutung seien.
- Man habe alles getan, um das Bäderquartier auch in der schwierigen Übergangsphase seit der Schliessung des Thermalbades bis zur Eröffnung des neuen Baden so attraktiv wie irgendwie möglich zu halten.
- Die Stadt habe viele Millionen Franken in das Bäderquartier investiert. Dazu gehörten die ganze Planung und die Neugestaltung des Kurplatzes.
- Man habe dem Investor sehr viel ermöglicht, die Stadtverwaltung habe grosse Ressourcen für die Planung im Bäderquartier eingesetzt. Insbesondere die Verkehrsplanung sei sehr komplex.