Am 23. Oktober stellen sich im Aargau 14 Kandidatinnen und Kandidtan zur Wahl in die Kantonsregierung. Am Podium präsentierten sich am Donnerstagabend die neun Kandidaten der aktuellen Grossrats-Parteien.
Die drei bisherigen Regierungsräte demonstrierten dabei Einigkeit und wünschten sich die Wiederwahl als Team. Urs Hofmann (SP) verkaufte sich als Konsens-Profi und Linker, Alex Hürzeler (SVP) wollte nichts von Problemen auch mit der eigenen Partei wissen und Stefan Attiger (FDP) wies auf seine Erfolge in der ersten Amtszeit hin.
Bei den drei Neuen der bisherigen Regierungsparteien ging es um die Frage, ob die Aargauer Regierung nicht ohnehin schon bürgerlich dominiert ist. Franziska Roth von der SVP betonte, dass eine Partei nicht bürgerlich genug sein könne. Dem Widersprach natürlich Yvonne Feri von der SP. Die Regierung sei schon heute mehrheitlich bürgerlich, es brauche zwei Linke als Ergänzung. Der CVP-Politiker Markus Dieth schliesslich pries sich als Mann zwischen den Polen an und betonte, dass es bei der Exekutive nicht primär um die Parteizugehörigkeit gehe.
Bei den drei Anwärtern der kleineren Grossratsparteien ging es um die Geschlechterfrage. Robert Obrist betonte, dass er beim Auswahlverfahren nicht einer Parteikollegin bei den Grünen im Weg gestanden sei. Er fühle sich auch nicht gezwungen, den Sitz von Susanne Hochuli zu verteidigen, sondern sei sehr motiviert. Maya Bally von der BDP wünscht sich eine Regierung mit Männern und Frauen. Sie möchte gerne in die Regierung – als reine Alibi-Kandidatur um Stimmen für die Grossrats-Wahlen zu machen, hätte sie nicht kandidiert. Ruth Jo Scheier von den Grünliberalen betonte, dass Frauen anders politisierten. Sie gibt zu, dass er Werbe-Effekt für die Partei mit ihrer Kandidatur gross sei. Es gehe auch darum, im Wahlkampf als kleine Partei nicht unterzugehen. Dies sei aber nicht ihre einzige Motivation.
Köpfe zu den Aargauer Regierungsratswahlen 2016
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Bild 1 von 12. Urs Hofmann (SP, bisher). Als Innendirektor ist Hofmann zuständig für Polizei und Justiz, aber auch für die Volkswirtschaft. Er kämpft unter anderem gegen Gewalt im Fussball und gegen Stellenabbau in der Industrie. Der ehemalige Nationalrat ist ebenfalls seit 2009 Regierungsrat. Im April haben ihn die Genossen für die Wiederwahl nominiert. Bildquelle: Keystone.
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Bild 2 von 12. Alex Hürzeler (SVP, bisher). Seit 2009 leitet der SVP-Mann aus dem Fricktal das Departement Bildung, Kultur und Sport. Er will im Herbst für eine dritte Amtszeit kandidieren. Im April wurde er von seiner Partei offiziell nominiert. Bildquelle: Kanton Aargau/André Albrecht.
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Bild 3 von 12. Stephan Attiger (FDP, bisher). Er will noch einmal: Der Badener ist seit 2012 Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt und damit verantwortlich für viele grosse Infrastrukturprojekte im Kanton. Ende April nominierte ihn die FPD an ihrem Parteitag offiziell. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 12. Markus Dieth (CVP, neu). Die Delegierten der CVP Aargau haben den aktuellen Grossratspräsidenten im April offiziell als Regierungsrats-Kandidat nominiert. Der ehemals «höchste Aargauer» galt schon lange als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Finanzdirektor Roland Brogli. Der gestandene CVP-Politiker ist ausserdem Gemeindeammann von Wettingen. Bildquelle: Keystone.
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Bild 5 von 12. Franziska Roth (SVP, neu). Die Bezirksgerichtspräsidentin von Brugg soll der SVP einen zweiten Sitz in der Regierung verschaffen. «Wir haben Anspruch darauf», sagt Roth und spielt damit auf die beinahe 40 Prozent Wähleranteil ihrer Partei an. Roth gibt sich inhaltlich moderat, hat aber bisher kaum politische Erfahrung. Im April wurde sie offiziell nominiert. Bildquelle: Maurice Velati/SRF.
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Bild 6 von 12. Robert Obrist (Grüne, neu). Ende Juli präsentierten die Grünen Obrist als Kandidaten. Er soll den Sitz von Susanne Hochuli verteidigen, welche nach zwei Amtsperioden nicht mehr antritt. Robert Obrist ist Ingenieur Agronom und sitzt seit 2014 im Grossen Rat. Bildquelle: ZVG/GRÜNE AARGAU.
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Bild 7 von 12. Maya Bally (BDP, neu). Die Aargauer Grossrätin Maya Bally will für die BDP einen Sitz im Aargauer Regierungsrat erobern. Die gebürtige Zürcherin lebt seit 2001 in Hendschiken und ist seit 2013 im Grossen Rat. Bildquelle: Keystone.
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Bild 8 von 12. Yvonne Feri (SP, neu). Die Nationalrätin soll den frei werdenden Sitz von Susanne Hochuli ergattern. Die Wettingerin hat weit mehr politisches Know How als andere Kandidaten vorzuweisen: Sie sammelte als Gemeinde-, Gross- und Nationalrätin Erfahrung auf lokaler, kantonaler und nationaler Ebene. Bildquelle: ZVG/SP AARGAU.
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Bild 9 von 12. Ruth Jo Scheier (GLP, neu). Die Aargauer Grossrätin Ruth Jo Scheier tritt für die GLP an und will in die Aargauer Regierung. Die 40-Jährige sitzt seit 2009 im Grossen Rat und seit 2014 im Einwohnerrat von Wettingen. Bildquelle: ZVG.
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Bild 10 von 12. Die Juso Aargau tritt gleich mit einem Dreierticket an und nominiert drei junge Frauen für den Regierungsrat: Mia Jenni, Ariane Müller und Mia Gujer. Bildquelle: zvg.
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Bild 11 von 12. Jil Lüscher stellt sich als Parteilose für den Aargauer Regierungsrat zur Wahl. Die 59-jährige Journalistin ist in Muhen aufgewachsen und wohnt heute in Zofingen. Bildquelle: zvg.
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Bild 12 von 12. Dauerkandidat Pius Lischer stellt sich auch bei den diesjährigen Aargauer Regierungsratswahlen wieder zur Wahl. Bildquelle: Keystone.