Im Pflegeheim Reusspark sieht man in den Gebäuden nicht nur Menschen, sondern vereinzelt auch Tiere. Hühner, Schweine oder Kaninchen werden vom Tierpark in die Abteilungen gebracht. Bewohnerinnen und Bewohner sind bei ihrem Eintritt ins Heim immer älter und bei weniger guter Gesundheit. Da die Menschen dadurch nur noch selten nach draussen können, kommen die Tiere ins Haus zu den Menschen.
Die Tiere werden sowohl bei Aktivierungsprogrammen wie auch in der Therapie eingesetzt. Die Hühner sollen die älteren Menschen dazu animieren, mit ihnen zu interagieren, sie zu streicheln, sie zu füttern, mit ihnen zu Kommunizieren oder sie zu halten.
Sie könnten ihre fürsorgliche Art ausleben und verspürten eine gewisse Nähe zu den Tieren, glaubt Tierpflegerin Cornelia Trinkl. Zudem würden die Tiere eine neuen Zugang zu den Personen erlauben. Die älteren Menschen freut es, sie sind begeistert von den Tieren.
Die Tiere würden seit klein für ihre Aufgabe trainiert und seien den Umgang mit Menschen gewöhnt, sagt die Tierpflegerin. Wenn ein Tier jedoch nicht mit auf die Gruppe möchte, darf es im Gehege bleiben. Die Tiere würden nicht gezwungen.
Nebst Aktivierung werden die Tiere auch in der Therapie eingesetzt. Die älteren Menschen machen für sie das Futter bereit oder bürsten sie So werden ihre motorischen Fähigkeiten trainiert. Mit dabei ist nebst der Tierpflegerin auch immer eine Ergo- oder Physiotherapeutin.