Zum Inhalt springen

Header

Audio
FCZ-Präsident Canepa: «Mit diesem deutlichen Ergebnis habe ich nicht gerechnet.»
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 27.09.2020.
abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
Inhalt

Stadt Zürich Deutliches Ja zum Fussballstadion auf dem Hardturm

Die Zustimmung liegt bei knapp 60 Prozent. Damit ist die Zustimmung höher als bei der letzten Abstimmung vor zwei Jahren.

  • Alle Wahlkreise und 59.1 Prozent der Stimmberechtigten sagen Ja zum Fussballstadion auf dem Hardturm.
  • Damit ist die Zustimmung höher als bei der letzten Abstimmung vor zwei Jahren. Damals sagten knapp 54 Prozent Ja.
  • Ein deutliches Ja gibt es auch zur Initiative «Sichere Velorouten für Zürich». Die Zustimmung liegt bei 70.5 Prozent.

Neues Fussballstadion Hardturm

Stadt Zürich: Privater Gestaltungsplan «Areal Hardturm – Stadion»

  • JA

    59.1%

    82'083 Stimmen

  • NEIN

    40.9%

    56'744 Stimmen

Veloschnellrouten

Stadt Zürich: Volksinitiative «Sichere Velorouten für Zürich»

  • JA

    70.5%

    101'336 Stimmen

  • NEIN

    29.5%

    42'381 Stimmen

In Fussballsprache ausgedrückt gewinnen GC und FCZ mit 9:0. Alle Stadtkreise sagen Ja zum Stadionprojekt auf dem Hardturm. Sogar die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Zürich Höngg stimmen dem Stadion zu. Bei der letzten Abstimmung im November 2018 war Höngg noch der einzige Stadtkreis, der das Stadionprojekt ablehnte.

Visualisierung des neuen Hardturm-Stadions mit zwei Türmen.
Legende: So soll das Areal Hardturm samt Stadion dereinst aussehen. Mit den beiden Wohntürmen soll das Stadion querfinanziert werden. Nightnurse Images

Fast 60 Prozent Ja-Stimmen zum Stadion, damit habe er nicht gerechnet, sagt FCZ-Präsident Ancillo Canepa im Interview. «Ich bin überglücklich und möchte mich bei den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern bedanken.» Auch Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP), die sich für dieses Projekt stark gemacht hat, ist hoch erfreut. «Dass die Zustimmung noch höher ist als vor zwei Jahren zeigt, dass die Zürcherinnen und Zürcher ein Fussballstadion wollen.» Diese grosse Zustimmung sei aber auch ein Appell, den Willen der Bevölkerung zu akzeptieren.

Weniger erfreut über das Abstimmungsergebnis ist Lisa Kromer von der «IG Freiräume Zürich-West», die das Referendum gegen den Gestaltungsplan ergriffen hatte. Somit ist sie auch dafür verantwortlich, dass überhaupt ein zweites Mal über dasselbe Projekt abgestimmt werden musste. «Wir haben gehofft, dass die kritischen Stimmen seit der letzten Abstimmung gewachsen sind – besonders in diesem speziellen Jahr und nach dem Verkauf von GC an die Chinesen», so Kromer im Interview. Die Gründe für dieses klare Abstimmungsergebnis werde man nun noch genauer analysieren.

Deutliches Ja zu schnellen Velorouten

Weiter sagen 70.5 Prozent der Stimmberechtigten Ja zur Volksinitiative «Sichere Velorouten für Zürich». Die Initiative verlangt, dass das Veloroutennetz in der Stadt durch 50 Kilometer Veloschnellrouten ergänzt wird. Florian Utz, SP-Gemeinderat der Stadt Zürich, ist froh über dieses deutliche Ergebnis. «Jetzt können wir endlich mehr Sicherheit für Velofahrerinnen und Fussgänger schaffen.» Auch der zuständige Tiefbauvorsteher Richard Wolff (AL) ist erfreut. «Wir wollen jetzt wirklich vorwärts machen, und zwar schnell.»

Obwohl sich die FDP gegen die Initiative ausgesprochen hatte, sei dies keine schmerzhafte Niederlage. «Wir haben keine Fundamental-Opposition betrieben», sagt Severin Pflüger, Präsident der FDP Stadt Zürich. Die FDP sei nicht grundsätzlich gegen solche Velorouten gewesen, nur gegen die Umsetzung, die zu wenig Rücksicht auf Fussgänger oder den öffentlichen Verkehr nehme.

Stadtrat darf Gammelhäuser kaufen

Die Stimmberechtigten sagen zudem mit 67 Prozent Ja zur Anpassung der Finanzkompetenzen. In Zukunft kann die Stadtregierung alle Liegenschaften selbstständig erwerben. Bisher war das Stadtparlament zuständig für den Kauf solcher Liegenschaften, wenn sie teurer als zwei Millionen Franken sind.

Auch ein Ja gibt es zur Sanierung des Elektrizitätswerks Herdern in Zürich West. Die Stimmberechtigten stimmen dem 167-Millionen-Vorhaben mit 88.2 Prozent der Stimmen deutlich zu. Gebaut werden kann auch eine direkte Wasserleitung, welche die Limmatzone und die Glattzone innerhalb der Stadtzürcher Wasserversorgung miteinander verbinden soll. 92.8 Prozent der Stimmberechtigten sagen Ja. Deutlich zugestimmt mit 90.8 Prozent haben die Stimmberechtigten auch einer Erhöhung der Beiträge für die Stiftung Pro Senectute.

Abstimmungsstudio, 27.09.20. 12:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter Singer  (P.S.)
    Ich freue mich auf das Stadion! Und ich finde gut, dass mit dem Projekt direkt in der Stadt mehr Wohnungen gebaut werden sollen. So wird die Zersiedelung gebremst und die Wohnungsnot gelindert. In der Stadt sind die Wege kürzer und deshalb bedeutet Verdichtung auch mehr Lebensqualität. Die Hochhausgegner haben einfach keine Argumente, von diesem Projekt profitieren alle.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Engler  (yanuncay)
    Um es mit den Worten des Tiefbauvorstehers, wenn auch zur anderen Vorlage zu sagen: Wir wollen jetzt wirklich vorwärts machen, und zwar schnell. Sonst wird sich sicher wieder jemand finden, der einen demokratisch gefällten Entscheid zum wiederholten Mal anfechtet...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Martin Gebauer  (Mäde)
    Danke liebe Zürcher*innen! Das hätte ich nicht gedacht. Ich hoffe, dass nun auch die IG Freiräume und andere grün/esoterische Stadiongegner den Volkswillen akzeptieren und keine weiteren Sabotageaktionen mehr inszenieren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen