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Ja zu Pilatus Arena, Nein zu Weinhalde: So kamen die Ergebnisse zustande
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 29.11.2020.
abspielen. Laufzeit 05:29 Minuten.
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Stadt Kriens Knappes Ja zur Sporthalle und den Hochhäusern

  • Kriens gibt grünes Licht für eine neue Sporthalle und zwei Hochhäuser. Das eine wird 110 Meter hoch und war besonders umstritten.
  • Das Ja zum Projekt fiel äusserst knapp aus.
  • Die Krienserinnen und Kriens lehnten hingegen eine neue Überbauung auf der Weinhalde ab.

Referendum Bebauungsplan und Teilzonenplanänderung Pilatus Arena

Kriens: Referendum Bebauungsplan und Teilzonenplanänderung Pilatus Arena

  • JA

    51.3%

    5'190 Stimmen

  • NEIN

    48.7%

    4'925 Stimmen

Referendum Bebauungsplan, Teilzonenplanänderung und Erschliessungsrichtplan Weinhalde

Kriens: Referendum Bebauungsplan, Teilzonenplanänderung und Erschliessungsrichtplan Weinhalde

  • JA

    49.6%

    4'932 Stimmen

  • NEIN

    50.4%

    5'005 Stimmen

Wie die Stadt Kriens mitteilt, wurden die Stimmen wegen des knappen Resultats zweimal ausgezählt.

Doch nun ist klar: Die neue Saalsporthalle Pilatus Arena mit 4000 Sitzplätzen kann geplant werden. Den Initianten fällt zwar ein Stein vom Herzen. Nick Christen, Geschäftsführer des HC Kriens-Luzern weiss aber auch: Das knappe Resultat ist ein Warnsignal. «Jetzt müssen wir wirklich liefern und etwas für die Bevölkerung machen. Aber das war auch immer unser Ziel.»

Rund 39 Millionen Franken wird das Projekt kosten, auch Bund und Kanton leisten Beiträge. Da die Sporthalle allein nicht rentabel ist, gehören zwei Hochhäuser von 15 und 36 Stockwerken zum Projekt. Nun werde die Planung wieder hochgefahren, sagt Nick Christen. Er hofft auf einen Baustart im Jahr 2022.

Wenn die Saalsporthalle nicht gewesen wäre, hätte das Volk die Hochhäuser abgelehnt.
Autor: Bruno AmreinReferendumskomitee «Weniger ist mehr»

Die Gegner der Pilatus Arena sind zwar enttäuscht. Aber sie werden das knappe Resultat auch als klares Zeichen: «Die Krienser haben langsam genug vom Bauwahn und dem dauernden Verkehrschaos», sagt Bruno Amrein vom Referendumskomitee. Und er ist überzeugt: «Wenn die Saalsporthalle nicht gewesen wäre, hätte das Volk die Hochhäuser abgelehnt.»

Besonders erstaunlich ist das knappe Resultat, wenn man bedenkt, dass die Politik fast geschlossen hinter dem Projekt stand: Im Einwohnerrat wurde das Projekt Pilatus-Arena mit nur einer Gegenstimme bewilligt. Auch haben alle Parteien die Ja-Parole ausgegeben, mit Ausnahme der Grünen, die Stimmfreigabe beschlossen.

Nein zur Überbauung der Weinhalde

Während die Pilatus Arena knapp durchkam, brachte die Skepsis der Krienser Stimmberechtigten gegenüber neuen Bauprojekten eine andere Überbauung zu Fall: Am Sonnenberg kommt die Weinhalde nicht zustande. Der Bebauungsplan wurde hauchdünn abgelehnt.

Bei der Weinhalde ging es um ein von Wohnquartieren umgebenes, unbebautes Areal. Es ist Bauerwartungsland. Für dieses gelten die Vorschriften für Landwirtschaftsland, genutzt wurde es zuletzt von einer Gärtnerei. Geplant waren in der Weinhalde drei Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen.

Das Referendumskomitee argumentierte, dass die Weinhalde als eine der letzten Grünflächen am Sonnenberg erhalten bleiben müsse. Die Stadt solle sich für die Grünzonen und damit die Lebensqualität einsetzen und nicht nur für die Immobilieninvestoren.

Bauprojekte im Gegenwind

Das Nein zur Weinhalde passt zur letzten Abstimmung in Kriens: Im September 2020 hatte die Stimmbevölkerung entschieden, dass während 15 Jahren keine neuen Bauzonen geschaffen werden dürfen. Die Projekte Pilatus Arena und Weinhalde fielen allerdings noch nicht unter dieses Moratorium.

Regionaljournal Zentralschweiz, 29.11.2020, 14:33 Uhr;

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