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Einschätzungen zu den zwei Vorlagen
Aus Regionaljournal Graubünden vom 09.09.2022. Bild: Keystone/Arno Balzarini
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Abstimmungen Stadt Chur Einen neuen Stadtteil und Proberäume für Kulturschaffende in Chur

Chur stimmt ab über rund 21 Millionen für ein «zweites Stadtzentrum» und eine umstrittene Idee für günstige Proberäume.

Heute ist Chur West kein Stadtteil, der die Leute anzieht. Es gibt Garagen, Baumärkte, viele Büros. Das soll sich ändern: Die Stadt möchte, dass aus den rund 2000 Leuten, die jetzt hier leben und arbeiten, bis zu 6500 werden.

Laut der Abstimmungsbotschaft soll Chur West neben der Altstadt zu einem «zweiten urbanen Zentrum» werden.

Ein neuer Bahnhof soll es richten

Am 25. September stimmen die Churerinnen und Churer über einen Kredit von 20.7 Millionen Franken ab. Damit soll aus der heutigen kleinen Haltestelle «Chur West» ein richtiger Bahnhof werden. Das ganze Projekt kostet zwar rund 61 Millionen Franken, den grössten Teil der Kosten übernimmt jedoch die Rhätische Bahn mit 33.9 Millionen Franken und auch der Kanton Graubünden beteiligt sich mit 6.2 Millionen Franken.

Visualisierung Bahngleise, die über Strasse führen.
Legende: Damit Busse und Lastwagen unter dem Bahnhof durchkommen, muss die Strasse abgesenkt werden. zvg

Die Kosten könnten für Chur sogar noch geringer werden, da die Stadt Beiträge des Bundes aus den Agglomerationsprogrammen erwartet. Der Bund würde bei einer Zusage nochmals 10.4 Millionen übernehmen. Die Stadt müsste dann noch 10.3 Millionen Franken bezahlen.

Wie sieht das Projekt aus? Die heutige Haltestelle wird um rund 250 Meter verschoben und führt über eine Strasse. Diese Strasse müsste abgesenkt werden. Zum neuen Bahnhof würde auch ein öffentlicher Platz gehören, eine Bushaltestelle und eine Velostation für mindestens 170 Velos.

Blick auf die Stadt Chur mit zwei auffälligen Türmen.
Legende: Die Zwillingstürme dominieren das Quartierbild von Chur West. Keystone/Arno Balzarini

Die Vorlage über den Kredit von 20.7 Millionen Franken für den neuen Bahnhof Chur West gilt als unumstritten.

Die Kulturschaffenden wollen mehr Platz

In der zweiten Churer Abstimmung vom 25. September geht es zwar um weniger Geld, sie ist aber umstrittener. Seit Jahren bemängeln Kulturschaffende, dass es in der Stadt Chur zu wenig günstige Proberäume gebe. Die Stadt soll nun jedes Jahr rund eine halbe Million Franken an den Verein «Kulturraumnetzwerk Chur» bezahlen. Dieser Verein würde Räume mieten und Kulturschaffenden günstig zur Verfügung stellen.

Nahaufnahme Hände auf Klaviertastatur
Legende: Ob Musik, Theater, Fasnacht oder Graffiti: Laut dem Verein sollen alle Formen des kulturellen Schaffens Platz haben. Keystone/Gaetan Bally

Gegen die Vorlage stellt sich die SVP. Sie hat bereits im Churer Stadtparlament gegen das Projekt gestimmt. Ihre Begründung: Die Stadt Chur unterstütze die Kultur bereits genug. Es sei nicht sinnvoll, neben der Kulturfachstelle der Stadt noch einen Verein zu gründen und noch mehr Geld auszugeben.

Regionaljournal Graubünden, 09.09.2022, 17:30 Uhr;

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