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Keine 2-Millionen-Bürgschaft für die Rotenfluebahn
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 07.03.2021.
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Abstimmung Bezirk Schwyz Bezirk Schwyz lässt die Rotenfluebahn im Regen stehen

Der Bezirk will keine finanzielle Garantie leisten, damit die Bahnbetreiber bei Banken günstiger Geld aufnehmen können.

Rotenfluebahn

Kanton Schwyz: Kreditsicherungsgarantie für die Rotenfluebahn

  • JA

    45.7%

    9'493 Stimmen

  • NEIN

    54.3%

    11'259 Stimmen

Der Bezirk Schwyz gewährt der Rotenfluebahn für die nächsten 40 Jahre keine Bürgschaft in der Höhe von 2 Millionen Franken. Die Stimmberechtigten haben ein entsprechendes Begehren der Bahn mit 54.3 Prozent abgelehnt. Damit fällt auch eine früher beschlossene Garantie der Gemeinde Schwyz in gleicher Höhe dahin.

Bahn sollte einfacher Geld aufnehmen können

Die Rotenfluebahn im Mythen-Gebiet wollte mithilfe der Gemeinde Schwyz gegen ihre Liquiditätsschwierigkeiten vorgehen. Konkret ging es dabei um eine finanzielle Bürgschaft, die der Bezirk leisten sollte, damit die Bahnbetreiber bei Banken günstiger Geld aufnehmen können. Sie sollte der Bank die Sicherheit geben, dass das Unternehmen einen Kredit wieder zurückbezahlt. Die neue Rotenfluebahn ist seit 2014 in Betrieb. Nach Angaben der Bahn belasten die Zinsen und Amortisationen das Betriebsergebnis.

Das Stimmvolk der Standortgemeinde Schwyz hatte bereits 2020 eine solche Kreditsicherungsgarantie im Umfang von zwei Millionen Franken bewilligt. Auch der Kanton Schwyz hat Hilfe in Aussicht gestellt mit zinslosen Darlehen und einem A-fonds-perdu-Beitrag. Der Bezirksrat Schwyz lehnte die Initiative jedoch ab. Tourismus sei keine Aufgabe des Bezirks, machte er geltend. Dieser solle sein finanzielles Engagement auf seine Kernaufgaben beschränken.

«Es gibt keinen Plan B in der Schublade»

Roland Pfyl, Verwaltungsratspräsident der Rotenfluebahn, zeigte sich enttäuscht über das Abstimmungsresultat; er habe gehofft, dass die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks die Bahn unterstützen würden, sagte er. «Wir sind grundsätzlich gut verankert bei der Bevölkerung – aber die ablehnende Haltung und die hart geführte Gegenkampagne haben wohl viele verunsichert.»

Was das Nein für die Rotefluebahn nun bedeutet, ist offen. Die Bahn werde vorderhand weiterlaufen, sagt Verwaltungsratspräsident Pfyl. Und: «Wir müssen die Finanzierung nun auf eine andere Art lösen. Es gibt keinen Plan B in der Schublade, wir müssen das zuerst analysieren.»

Resultat deutlicher als vom Bezirk erwartet

Erfreut über das Abstimmungsergebnis ist dagegen Walter Tresch, Bezirksammann des Bezirks Schwyz. «Es ist nicht Aufgabe des Bezirks, eine private Bahn mit Steuergeldern zu finanzieren, und im schlimmsten Fall hätte der Bezirk ja tatsächlich 2 Millionen Franken bezahlen müssen», sagt er. Er sei erleichtert darüber, dass diese Gefahr nun gebannt sei – und auch, dass der Entscheid deutlicher gefallen sei, als er es erwartet habe.

Vor dem Urnengang tobte ein harter Abstimmungskampf. Ein Komitee, das die Kreditsicherungsgarantie ablehnte, warf dem Bahnunternehmen Intransparenz vor und forderte eine bessere Auskunft über die Geschäftszahlen. Es ging dafür sogar vor Gericht. Zuvor war bereits die Initiative mit juristischen Mitteln bekämpft worden.

Abstimmungsstudio, 7.3.2021, 12.00 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Stephan Kost  (Legal)
    Jetzt können die Gegner beweisen, ob ihre „Argumente“ nur Geschwätz war oder ob die namentlich genannten Gegner jetzt grosszügig Geld in die Hände nehmen. Wenn nicht, haben die Gegner keine Rothenfluh-Bahn mehr verdient. Es kommt halt immer darauf an, wer hinter einer Bahn steht, gäll Stoos-Bähnler. Eine weitere Schande für Schwyz.
  • Kommentar von Angela Nussbaumer  (Angela N.)
    Wenn die Steuern nicht so tief gehalten würden, wäre der Rothenfluh-Bahn wohl geholfen worden, bzw. hätte man helfen können, nicht?