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Reaktionen auf den Entscheid und wie es nun weitergehen soll
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 26.09.2021.
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Abstimmung Kanton Bern Berner Zeichen fürs Klima

Bern schreibt den Klimaschutz in die Kantonsverfassung. Der Kanton soll bis 2050 klimaneutral sein.

Klimaschutz-Artikel

Kanton Bern: Änderung der Kantonsverfassung

  • JA

    63.9%

    233'212 Stimmen

  • NEIN

    36.1%

    131'969 Stimmen

Die Verfassung des Kantons Bern wird durch einen Artikel zum Klimaschutz ergänzt. Bisher hatte in der Schweiz nur der Kanton Genf einen solchen Artikel.

Das soll erreicht werden

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Der Artikel verlangt einen besseren Schutz des Klimas.

  • Der Kanton und die Gemeinden sollen sich gegen den Klimawandel und seine Folgen einsetzen.
  • Bis 2050 soll der Kanton Bern klimaneutral sein.
  • Die Klimamassnahmen sollen die Volkswirtschaft stärken und sie sollen sozialverträglich sein.

Im Vorfeld der jetzigen Abstimmung engagierte sich einzig die SVP gegen den Klimaschutzartikel. Im Lager der Befürworter setzte sich ein breit abgestütztes Komitee aus Umweltverbänden und Politik für ein Ja zur Verankerung eines Klimaschutzartikels in der Kantonsverfassung ein.

Das Ja-Komitee erhielt Unterstützung verschiedener Umweltverbände wie WWF, Pro Natura und VCS. Von den Parteien waren SP, Grüne, Grünliberale, die Mitte und die EVP an Bord. Zum Komitee gehörten zahlreiche Grossratsmitglieder, darunter auch Freisinnige.

Im Juni lehnte die Schweiz das CO2-Gesetz ab. Dieses hätte auf nationaler Ebene den Klimaschutz vorantreiben sollen. Auch der Kanton Bern sagte damals Nein. Wobei: Gerade in städtischen Regionen stiess das Ansinnen auf viel Wohlwollen.

 

Wieso kam es zur Abstimmung im Kanton Bern?

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Der Klimaschutzartikel geht auf einen Vorstoss des Grünen Grossrats Bruno Vanoni zurück. Er ist als Antwort des Kantonsparlaments auf die Proteste der Klimastreikbewegung 2019 zu verstehen. Der bernische Grosse Rat hat den Klimaschutzartikel mit 98 zu 44 Stimmen gutgeheissen. Ein neuer Verfassungsartikel kommt obligatorisch vors Volk.

SRF 1, Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 26.9.2021, 12:03 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    Kt Bern kann sich das problemlos leisten, als Spitzenreiter mit heute schon beinahe 1 Mia Fr aus im Abholen von Geld aus kantonalem Ausgleichsfond steigt dieser Betrag einfach noch weiter, zahlen tun das eh andere, genauer die Steuerzahler in ZH, SO, SZ und ZG, antürlcih ohne was sagen zu haben dazu.
    1. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      Naja, Stadt und Kanton Bern könnten stattdessen auch die Kosten für den Bundesbeamten-Molloch in Rechnung stellen, falls Ihnen das lieber ist. Kostet allerdings wesentlich mehr....;-))
    2. Antwort von Toni Koller  (Tonik)
      Ihr Bern-Bashing ist unsinnig, Herr Zeiner: Beim Finanzausgleich ist relevant, wieviel ein Kanton PRO KOPF bezieht. Und da liegt Bern bei weitem nicht an der Spitze. Trotz seiner weitläufigen, anspruchsvollen Topographie. Nur faktenresistente Kommentatoren gefallen sich weiterhin mit faulen Sprüchen über den Kanton Bern.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Mini-Schweiz zusammenverbaut = und weiter geht der unsinnige "Kantönligeist-Wirrwarr", ausgerechnet betreffend "Klimaschutz"! Sinn und Unsinn solchen "Tun's"!
    Schweiz - Schweizer Bevölkerung betreffend = "gesamtschweizerisch" denken-planen-umsetzen!!
  • Kommentar von Hans König  (Hans König)
    Die finanziellen Auswirkungen des Klimaschutzes werden schlussendlich die Arbeitnehmer/innen mit der Verteuerung der Wohnkosten, Ernährungsausgaben, Arbeitswegaufwendungen, usw. bezahlen. Den Menschen und Familien mit tieferen Einkommen werden diese Mehrkosten weh tun!
    1. Antwort von Werner Gerber  (1Berliner)
      Ja Herr König, das könnte ein Problem sein, das man aber mit einer massiven Umverteilung auffangen könnte, um mit Förderungen für Klimaschutz zu verhindern, dass z.B. Wohnen noch teurer wird und um den ÖV günstiger zu machen, massive Steuererhöhungen auf PS Leistung bezogen. Es gäbe noch viele sozial gerechte Instrumente. Studieren Sie die Pläne der Grünen, da ist schon vieles angedacht.
    2. Antwort von Katharina Bleuer  (Blk)
      Die finanziellen Auswirkungen der Klimakrise werden den Familien mit bescheidenem Einkommen noch viel mehr weh tun.
      Nichts tun ist teurer!
    3. Antwort von Toni Koller  (Tonik)
      @König: Aus Ihrem Kommentar ist zu schliessen, dass Sie der 99-%-Initiative für mehr Verteilungsgerechtigkeit zugestimmt haben. Gratulation!