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Über Forderungen der Klimabewegung stimmen die Gemeinden Kloten und Opfikon ab
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 08.09.2021.
abspielen. Laufzeit 08:42 Minuten.
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Abstimmung Kloten und Opfikon Werden zwei Flughafen-Gemeinden bis 2030 klimaneutral?

Die CO2-Emissionen von Kloten und Opfikon sollen bis 2030 auf netto null sinken. Das gab es so in der Schweiz noch nie.

Volksinitiative «für eine wirksame Klimapolitik» (Klimainitiative)

Legende: Netto null bis 2030: Opfikon und Kloten sind die ersten Gemeinden in der Schweiz, die darüber abstimmen. Keystone

Das ist die Vorlage: Das hat es in der Schweiz noch nie gegeben. Zum ersten Mal überhaupt stimmen zwei Gemeinden über die Kernanliegen des Klimastreiks ab. Die Opfikerinnen und die Klotener entscheiden darüber, ob ihre Städte bis 2030 ihre Treibhausgasemissionen auf netto null senken sollen. Das würde nicht nur städtische Gebäude oder Betriebe betreffen, sondern auch die Bewohnerinnen und Bewohner. Konkrete Massnahmen verlangt die Initiative nicht, vielmehr soll der Politik der entsprechende Auftrag erteilt werden. Ausgeklammert von der Forderung ist der Flughafen Zürich, der bis 2050 klimaneutral sein will.

Das spricht für die Vorlage: Feuerkatastrophen im Süden Europas und Überschwemmungen in der Schweiz: Für die Initianten der Klimainitiative ist die weltweite Klimakrise für das extreme Wetter verantwortlich. Es sei deshalb allerhöchste Zeit, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. SP und Juso zeigen sich überzeugt, dass auch auf lokaler Ebene Schutzmassnahmen getroffen werden müssten, um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Dies könnten zum Beispiel Massnahmen im Bereich Mobilität, Energie und Bau sein.

Das spricht gegen die Vorlage: Für Kritik sorgt vor allem der enge Zeithorizont der Initiative. Aus Sicht der Gegnerinnen und Gegner ist es schlicht unmöglich, ehrgeizige Klimaschutz-Massnahmen in gut acht Jahren umzusetzen. So müssten beispielsweise innerhalb kürzester Zeit alle Öl- oder Gasheizungen umgerüstet werden. Dies sei schlicht nicht realistisch, argumentieren die Stadtregierungen. Zudem sei der Prozess schweizweit schon in Bewegung und den Gemeinden Opfikon und Kloten entstünden durch ihre Alleinstellung Standortnachteile, sagt etwa die Klotener SVP.

SRF 1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Hanhart  (Thomas63)
    Aus Sicht der Gegner sei es schlicht unmöglich die ehrgeizigen Klimaschutzmassnahmen innerhalb von acht Jahren umzusetzen. Ja vielleicht sind diese Vorlagen tatsächlich zu dogmatisch. Wie Pragmatismus geht, hat ja der Kanton Glarus an der letzten Landsgemeinde gezeigt, wo beschlossen wurde, dass künftig keine neuen Ölheizungen mehr eingebaut werden dürfen. Ich glaube in der Schweiz geht es nur so. Schritt für Schritt mit einzelnen konkreten Massnahmen, nicht mit ultimativer Ideologie.
    1. Antwort von Andreas Würtz  (Andhrass)
      Vor 20 Jahren hätte ich Ihnen zugestimmt. Jetzt ist es zu spät für dieses gemächliche Tempo. Und je länger wir warten, desto krasser wird es.
    2. Antwort von Felix Pfister  (Flix)
      Ja, es braucht viele kleine Schritte um weiter zukommen und ein solcher Auftrag an die Politik würde zumindest einen ersten Anstoss geben. Ich muss jedoch immer etwas Lachen wenn die Gegner solcher Innitiativen sagen es gehe nicht in 8 Jahren, jedoch keine Zahl nennen können wie lange es dann aus ihrer Sicht dauern würde. Woher wissen sie also das es in 8 Jahren nicht geht ;)