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Möglichst 26 kantonale Lösungen vermeiden
Aus HeuteMorgen vom 08.03.2021.
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Nach klarer Ablehnung Kantonale E-ID könnte zur Schweizer Lösung werden

Eine pfannenfertige Lösung haben die Kantone zwar nicht, einen Flickenteppich wollen sie aber unbedingt vermeiden.

Die Bevölkerung hat am Sonntag deutlich Nein gesagt zum Vorschlag der E-ID, die den Kontakt zu Behörden und Unternehmen im Web vereinfachen wollte. Es brauche eine staatliche Lösung, kritisierte das Gegen-Komitee erfolgreich.

Kantone wollen ein Wort mitreden

Wie das aussehen könnte, machen einige Kantone schon heute vor. Die Lösung liegt zwar nicht bereit, Ansätze gibt es hingegen schon. «Der Kanton Schaffhausen hat gezeigt, dass es möglich ist, eine staatliche E-ID anzubieten», stellt der Schaffhauser SP-Regierungsrat Walter Vogelsanger fest.

Und auch im Kanton Zug will SVP-Regierungsrat Heinz Tännler ein Wort mitreden. «Es ist durchaus möglich, dass wir hier für eine staatliche Lösung entsprechend gut gerüstet und bereit sind», sagt er. Dabei sind sich die beiden einig: 26 kantonale Lösungen müssen vermieden werden.

Wir werden an gewissen Vereinheitlichungen auf der nationalen Ebene einfach nicht herumkommen.
Autor: Christian Rathgeb

Auch bei der Konferenz der Kantonsregierungen, deren Mehrheit für die E-ID-Vorlage war, will Präsident Christian Rathgeb keinen kantonalen Flickenteppich. Besonders nicht beim E-Government, da die Dienstleistungen gemeinde- und kantonsübergreifend in der ganzen Schweiz zu leisten seien. «Wir werden an gewissen Vereinheitlichungen auf der nationalen Ebene einfach nicht herumkommen», so Rathgeb.

Nicht nur bei Steuer- oder Verkehrsamt

Der Kanton Jura bietet bereits am längsten eine E-ID und E-Government an, setzt aber auf eine staatlich-private Partnerschaft. Informatikchef Matthieu Lachat ist überzeugt, dass auch eine zukünftige Lösung nicht auf die privaten Firmen verzichten kann.

Denn eine E-ID mache erst Sinn, wenn sie im Alltag oft und verschieden verwendet werden könne. Nicht nur ein-, zweimal im Jahr beim Kontakt mit dem Steuer- oder dem Verkehrsamt.

Bund und Parlament sind nun also gefragt. Staatlich, dezentral, datensparsam – wie die Siegerinnen und Sieger es von der neuen E-ID fordern. Und rasch. Da sind sich die Kantonsvertretungen einig.

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Keller-Sutter: «Es braucht eine digitale Lösung»
Aus News-Clip vom 07.03.2021.
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SRF 4 News, Heute Morgen, 08.03.2021, 06:00 Uhr

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Mark R. Koller  (Mareko)
    Eigentlich ein einfacher Auftrag der Schweizer Bürger wird wieder einmal von der "classe politique" ad absurdum geführt. Dazu kann ich nurmehr meinen Kopf schütteln. Bei der Pandemie hat auch nichts geklappt, bei zeitgemässen IT-Lösungen werden mehr Probleme geschaffen denn gelöst ... irgendwann wird sich die Schweiz technologisch hinter Burundi (nichts gegen Burundi!) einordnen. Als Auslandschweizer, bei welchem Kanton müsste ich mich melden: Heimatkanton? Letzter Wohnkanton? Geburtskanton?
  • Kommentar von Matt Reimann  (Matts)
    Grossartig - vive le Kantönligeist.

    Wieso nicht gleich jeden Bezirk in der Schweiz sein eigenes Ding machen lassen?
  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    Die Schweiz fuehrt die E-ID ein.. ist aber nicht zwingend sondern freiwillig... Mit den Kantonen wird es eine "Bastelei" weil jeder seinen eigenen Senf dazu gibt!
    1. Antwort von René Baron  (René Baron)
      Dienstleister wie die z.B. die Post hat vermutlich auch keine Lust 26 unterschiedliche Lösungen integrieren zu müssen. Dann lieber nur SwissID, Apple oder Mastercard unterstützen.