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Wallis-Korrespondentin: «Die Regierung wiederspiegelt nun die politischen Realitäten.»
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 28.03.2021.
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Wahlen Kanton Wallis Eine Klatsche für die CVP

Der Wähleranteil der C-Parteien sinkt kontinuierlich, seit die Christdemokraten 2013 die absolute Mehrheit im Walliser Parlament verloren haben. Seit den Wahlen in diesem Frühjahr beträgt ihr Wähleranteil bloss noch 37 Prozent. Dass sich damit langfristig nicht drei von fünf Regierungssitzen halten lassen, war absehbar.

Die Minderheitsparteien haben der CVP immer wieder Arroganz vorgeworfen. Doch die Mittepartei war verständlicherweise nicht bereit, ihre Mehrheit in der Regierung kampflos preiszugeben. Nun hat also das Volk entschieden.

Gerechte Vertretung bei Parteien – aber nicht bei Geschlechtern

Die neue Walliser Kantonsregierung spiegelt die parteipolitischen Realitäten im Kanton. Die Minderheiten jubilieren: Erstmals sind alle grossen Parteien in der Regierung vertreten, sowohl die SP als auch die FDP und die SVP. Die Parteien sind damit tatsächlich angemessen vertreten – aus demokratischer Sicht besteht aber noch kein Grund zum Jubeln.

Eine Hälfte der Bevölkerung fehlt in dieser Regierung gänzlich: die Frauen. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr des Frauenstimmrechts ist die Walliser Kantonsregierung eine reine Männerriege.

Daran sind alle mitschuldig. Es ist keiner Partei gelungen, rechtzeitig valable Kandidatinnen aufzubauen. Alle haben sich für die naheliegendsten Kandidaturen entschieden – und das waren allesamt Männer. Immerhin besteht Hoffnung für die Zukunft.

Das Walliser Kantonsparlament ist seit diesem Jahr so weiblich wie noch nie. Der Frauenanteil beträgt neu fast 35 Prozent. In den nächsten Jahren werden sich deshalb wohl vermehrt Frauen aufdrängen, auch für einen Sitz in der Kantonsregierung.

Priska Dellberg

Priska Dellberg

Wallis-Korrespondentin

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Priska Dellberg arbeitet seit 2007 bei Radio SRF. Sie berichtet für das «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» und andere SRF-Sendungen aus dem Wallis.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 28.03.2021, 15:00 Uhr

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Mark R. Koller  (Mareko)
    Die neue Mitte mit Parteipräsident Gerhard Pfister wird sich wohl daran gewöhnen müssen, dass sich die katholisch-konservativen Wähler in den vormaligen CVP-Stammlanden nach einer neuen Parteiheimat umschauen werden. Auch das Zusammengehen mit dem ehemaligen E.-Widmer-Schlumpf-Wahlverein wird dort auf eher wenig Freude gestossen sein. Ob sich neue Wähler für die Mitte begeistern werden, gilt es nun herauszufinden.
  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Wenn „die Mitte“ plötzlich zur Oberwalliser-Mitte und zur Unterwalliser-Mitte wird, weiss man nicht mehr, welche Mitte-Mitte-Mitte die richtige Mitte zum Wählen ist! Eindeutig zuviel „gemittet“.
    1. Antwort von Janusz Kaltenbacher  (anti_sozialist)
      Darum ging es nicht, sondern um die Konkordanz, da weder die Mitte noch die CVP überhaupt noch einen Wähleranteil hatten, um drei Sitze zu verteidigen.
    2. Antwort von Bruno Muller  (syd)
      Gut gesaget Rhf - und ich denke es fehlt noch die Mitte zwischen Rot und Grün .
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Da nützt den Walliser Christdemokraten auch am Festhalten des C im Namen nichts mehr!
    1. Antwort von Janusz Kaltenbacher  (anti_sozialist)
      Der Namenswechsel spielt hier keine Rolle. Die "CVP" hätte so oder so verloren, da sie schon lange nicht mehr den Wähleranteil aufweist, um gleich 3 von 5 Sitzen im Staatsrat zu besetzen, wenn alle anderen dagegen sind, was auch der Fall war. Reine Mathematik und kein linguistischer Aspekt.