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Zeitweise waren auch eher kuriose USB-Sticks auf dem Markt, wie diese Modelle mit bestimmten Gerüchen.
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Nostalgie USB-Sticks, die Kinder der Jahrtausendwende

USB-Sticks sind überall und jünger als man denkt: Sie feiern ihren 20. Geburtstag. Dennoch ist nun Zeit für etwas Neues.

Mein erster USB-Stick war schwarz und hatte eine Kappe mit Clip, damit man ihn sich an die Hemdtasche stecken konnte. Absurd – genau so wie der Preis von rund 100 Franken. Dafür erhielt man 8 Megabyte Speicher, Platz, für etwa zwei heutige Handyfotos oder den Bruchteil einer Sekunde eines 4K-Videos.

Zum Vergleich: Aktuelle Smartphones haben über 100 Gigabyte Speicherkapazität, also 12'500 mal mehr als der erste USB-Stick.

Vom exklusiven zum Massenprodukt

USB-Speicher waren in den ersten Jahren etwas sehr Exklusives – das hat sich aber schnell geändert und sie wurden millionenfach verkauft jedes Jahr.

Kein Wunder, denn der USB-Stick ist die Symbiose zweier Erfolgsgeschichten: dem Speicherkärtchen und dem USB-Anschluss. Beide Technologien etablierten sich in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre und so lag es auf der Hand, einfach eine Speicherkarte in einen USB-Anschluss einzubauen. Geboren war der USB-Stick.

Mit zum schnellen Erfolg beigetragen hat auch der rasche Preiszerfall bei gleichzeitig rasanter Steigerung der Kapazität. Schon wenige Jahre nach der Lancierung wurde die 1 Gigabyte-Marke geknackt. Selbstredend wurde Speicherplatz immer günstiger: 32 Gigabyte kosten heute eine Zehnernote.

Die grösste Kapazität liegt derzeit bei einem Terabyte, Platz für eine Viertelmillion Handyfotos.

Fortschritte auch bei der Geschwindigkeit

Die Sticks wurden nicht nur grösser, sie wurden auch schneller: 2008 kam der USB 3.0 Standard auf den Markt – seither braucht man wesentlich weniger Geduld, bis alle Daten auf einem Stick gespeichert sind.

Seit einigen Jahren setzt sich auch der USB-C-Anschluss durch. Diese kleine Variante, die auch beim Smartphones eingesetzt wird, beseitigt das wohl grösste Ärgernis eines USB-Sticks: Dass man fast immer zwei Versuche benötigt, bis er richtig eingesteckt ist. Bei USB-C spielt es keine Rolle mehr, auf welcher Seite man den Stick einsteckt.

Die SSDs sind die neuen USB-Sticks

Irgendwann erreicht jede noch so erfolgreiche Technologie den Punkt, an dem sie abgelöst wird. Die USB-Sticks haben ihren Zenit vor rund fünf Jahren überschritten. Seither gehen die Verkäufe zurück, zum einen, weil wegen der grossen Speicherkapazitäten für die meisten Anwender ein Stick ausreicht, zum anderen, weil Konkurrenz auf der Matte steht.

SSD-Festplatten bieten Kapazitäten im Terabyte-Bereich zu immer günstigeren Preisen. Dazu kommt die Konkurrenz aus dem Internet: Cloudspeicher sind beliebt, um Daten online zu speichern.

Komplett verschwinden wird der USB-Stick aber nicht so schnell, schliesslich werden auch heute immer noch viele Rohlinge zum selber Brennen verkauft - die Technologie also, die der USB-Stick vor 20 Jahren hätte ablösen sollen.

Radio SRF 1 11.11.2020 16:10

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Gianni Romagnoli  (GiRom)
    Es geht ja nicht immer um (sehr) grosse Datenmengen. Ich brauche den Stick z.B., um Daten zwischen meinen PCs zu verschieben (bin ein überzeugter Nicht-Nutzer von Clouds).
    Zudem stelle ich mir meine persönliche Musik fürs Auto (mit entsprechendem Anschluss) oder die Ferien-Stereoanlage zusammen. Auch für meine Backup-Dateien ist er sehr praktisch.
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  • Kommentar von Jonathan Wolff  (Nathanloup)
    USB-Sticks sind, neben Disc-Medien, die unbrauchbarsten und unbequemsten Datenträger, die es gibt. Zu unsicher, zu klein, oft Datenverlust, sehr langsam, mühsam. Keine Ahnung, warum noch SO viele diese Dinger brauchen. Ich war nie ein Fan davon. Seit 4 Jahren eine kleine, externe SSD im Betrieb. Kein Vergleich.
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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    Das beste Ding für ein Backup. Am Schlüsselbund anhängen, immer dabei, also egal wenn zu Hause die Hütte abbrennt. Wer seine Daten einem Dritten übergeben will (Cloud) kann das machen wenn er viel Vertrauen in den Anbieter hat.
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