Bei den Basler Pokémon-Jägern sind vor allem zwei Orte beliebt: Der Lohnhof und die Schifflände. Beide Orte sind sogenannte «Pokéstops», also Orte, wo man besonders viele Pokémons fangen kann. Diese sind nur auf dem Handy der Spieler sichtbar. Um sie fangen zu können, müssen die Spielerinnen und Spieler aber vor Ort sein.
So kommt es jeden Tag zu Menschenansammlungen. Die Gruppen sitzen auf dem Boden und auf Bänken, alle sind vertieft ins Handy. Für das Personal, das bei der Schifflände den Verkehr regeln muss, ist das keine leichte Aufgabe: «Manchmal bleiben sie einfach mitten auf dem Fussgängerstreifen stehen, weil sie so vertieft sind ins Spiel», sagt einer der Aufseher.
Das Spiel frisst Strom
Die meisten Pokémon-Jäger sind zusätzlich mit einer sogenannten «Power-Bank» ausgestattet, einer Ersatzbatterie fürs Handy. «Dieses Spiel frisst extrem viel Strom», sagt einer der Spieler. «Deswegen ist eine Power-Bank sehr wichtig. Sonst müsste ich nach einer Stunde schon wieder nach Hause und neu aufladen».
Das Spiel «Pokémon» wurde in den 1990er Jahren ursprünglich für den Gameboy entwickelt. Das aktuelle Spiel nennt sich «Pokémon-Go» und wird auf dem Handy gespielt. Die Spieler sehen auf einer Stadtkarte, wo sich die Pokémons befinden. Steht man vor einer virtuellen Pokémon-Figur, wird diese auf dem Bildschirm angezeigt und man kann sie mit virtuellen Bällen abschiessen und so fangen.
(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)