Die Importe der in den Kantonen Aargau, Bern und Luzern wohnhaften Besteller liefen seit drei Jahren, wie aus einer Mitteilung der Zollverwaltung Basel vom Donnerstag hervorgeht. Lieferant war jeweils derselbe Webshop. Rund ein Drittel der Ware sei in der Schweiz in den Handel gelangt, sagte ein Zollsprecher gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
Um den Zoll zu täuschen, operierten die Schmuggler mit falschen Waren- und Wertdeklarationen sowie fiktiven Absender- und Lieferadressen internationaler Pharmaunternehmen. Dem Staat entgingen auf diese Weise Zoll- und Steuerabgaben von mehreren zehntausend Franken.
Als Warenmuster getarnt
In einem im Juli 2013 am Flughafen spedierten Paket, das angeblich wertlose Warenmuster enthalten sollte, fand der Flughafenzoll eine synthetisch hergestellte Variante des Wachstumshormons Somatropin. Die Zollfahndung ermittelte darauf mit Staatsanwaltschaften und der Polizei weiter. Dabei wurden auch Hausdurchsuchungen vorgenommen.