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Bild 1 von 3. Bevor das Chluri verbrannt wird, ziehen es die Fasnächtler durchs Dorf und wird an der Hauptstrasse abgestellt. Bildquelle: SRF/Anna Jungen.
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Bild 2 von 3. Wie der Böög in Zürich: Das Chluri besteht aus Holz und wird verbrannt. Bildquelle: SRF/Anna Jungen.
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Bild 3 von 3. Die Fasnächtler sind in weissen «Leichentüchern» gekleidet. Schliesslich wird bei der Chluriverbrennung die Fasnacht zu Grabe getragen. Bildquelle: SRF/Anna Jungen.
Eine über sieben Meter hohe Holzpuppe, mehr als sechs Tonnen schwer - das ist das Sissacher «Chluri». Die Figur wird traditionellerweise am Donnerstagabend nach der Fasnacht auf einem Wagen von einem Traktor durchs Dorf gezogen und danach auf dem Richtplatz auf der Sissacher Allmend angezündet. Die Cliquen und Guggen sind an diesem Abend alle in weiss gekleidet. Ein Fasnächtler erklärt: «Wir tragen alle ein Leichentuch, schliesslich wird hier das Chluri beerdigt.»
Höchste Auszeichnung
Bevor das «Chluri» in Flammen aufgeht, gibt ein annonymer Grabredner bekannt, wer das «Chluri» dieses Jahr ist. Das «Chluri» wird nämlich jedes Jahr einer Sissacher Persönlichkeit gewidmet. Als «Chluri» eingeäschert zu werden, gilt als grosse Ehre. Dieses Jahr wurde sie Roland Schmitter zuteil. Schmitter engagiert sich seit mehreren Jahren in der Gemeinde für die Fasnacht.