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Brandkatastrophe im Wallis Nach Brand in Crans-Montana: Bachar Fleurys Weg zurück ins Leben

Er lag nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana zwei Wochen lang im Koma. Jetzt führt der Walliser Bachar Fleury wieder sein Leben von zuvor.

Mit 18 Jahren stand Bachar Fleury am 1. Januar beim Brand der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana kurz vor dem Tod. Sieben Monate später hat der junge Walliser alle seine körperlichen Fähigkeiten wiedererlangt.

Dabei gab es so vieles, das bei ihm heilen musste. «40 Prozent meines Körpers waren verbrannt, auch an den Händen», berichtet Fleury gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS). «Ich hatte eine Hauttransplantation an der linken Hand und an beiden Schultern. Der ganze Rücken wurde verbrannt, zusammen mit dem Ohr.»

Sehen Sie die Aussagen von Bachar Fleury zu seiner Genesung:

Fleury hat keine Angst davor, seinen Narben im Spiegel zu begegnen. Seinen neuen Körper akzeptiert er. «Ich bin sehr stolz darauf. Für mich sind das gute Zeichen. Man muss sie zeigen.»

Seine Bedingung für das Gespräch mit RTS war, dass damit eine positive Botschaft vermittelt wird. Er findet, dass diese Tragödie zu oft auf Fragen der Justiz und der finanziellen Entschädigungen reduziert wird. Er möchte lieber, dass die breite Öffentlichkeit über die Opfer informiert wird: über die, die noch leiden, oder die, wie er, die dabei sind, in den Alltag zurückzufinden.

Zwei Wochen künstliches Koma

Sein Spitalaufenthalt dauerte zweieinhalb Monate, zuerst in Stuttgart, dann in Zürich. Die Ärzte versetzten ihn zwei Wochen lang in ein künstliches Koma. Er zog sich eine Lungenentzündung zu und verlor zwölf Kilo Gewicht. «Als ich aufwachte und entdeckte, in welchem Zustand mein Körper war, war das ein Schock», erinnert er sich.

Doch er liess sich davon nicht entmutigen. «Ich wollte sofort aus dem Spital raus und mein Leben wieder in den Griff bekommen», sagt er. «Ich ging nach Hause, begann wieder mit dem Studium, bestand die Bachelor- und die Autoprüfung. Meine Motivation war, zu sehen, dass ich mich trotz dieser Tragödie wieder fangen konnte.»

Seine Genesung hat ihm viel Kraft und Mut abverlangt. «Ich erinnere mich an die Woche auf der Intensivstation mit all den Behandlungen, das war besonders hart.» Die Zeit danach war ebenfalls kompliziert. «Ich musste wieder laufen lernen, das war eine lange Periode, immer schwierig. Ich musste auch wieder lernen, mit anderen zu kommunizieren.»

Wegen der Transplantationen war seine Stimme nicht mehr dieselbe wie vorher. Auch wenn dieses Problem mittlerweile gelöst ist, gibt es andere Folgen, die immer noch spürbar sind. «Ich habe diese Hauttransplantationen an den Händen, mein Rücken ist gezeichnet.» Er erwähnt vor allem die psychischen Folgen. «Ich habe immer noch ein wenig Angst, wenn ich ausgehe, und ein Auge, das schaut, ob es Notausgänge gibt und ob alles den Normen entspricht.» Der junge Mann wird von einer Psychologin betreut.

Sein nächstes Ziel ist, neben dem Studium den Militärdienst zu leisten. Er hat gerade erst den Test bei der Rekrutierung bestanden. Aber davor verbringt er seine Ferien damit, in einer Baufirma zu arbeiten. Nebenbei macht er viel Sport, zwischen Freestyle-Trottinett und Boxen.

RTS, 19h30, 23.7.2026, 19:30 Uhr; herb

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