Das Superhorn ist nicht zu übersehen: Mit seinen 14 Metern Länge und 250 Kilogramm Gewicht war das längste Alphorn der Welt am Wochenende eine der Attraktionen am Internationalen Alphornfestival in Nendaz im Wallis.
Gebaut wurde es in den 1990er-Jahren von einem Alphornbauer bei Luzern. Sein heutiger Besitzer, der Musiker und Komponist Walti Sigrist, gehört zu den wenigen Menschen, die das Instrument überhaupt spielen können.
«Es ist viermal länger als ein normales Alphorn: Alle Masse sind mit vier multipliziert. Deshalb habe ich viermal so viele Töne», erklärt er.
So reagieren die Besucherinnen auf das Superhorn:
Die Klänge, die 14 Meter weiter unten aus dem Horn austreten, höre er beim Spielen erst rund eine halbe Sekunde später, sagt Sigrist lachend.
«Ich habe es 2010 gekauft, und bis zu diesem Zeitpunkt galt es als unspielbar», erzählt er. «Andere könnten auch darauf spielen, aber man müsste eine enorme Anstrengung leisten, um diese Klänge zu erzeugen. Und bis jetzt ist das offenbar niemandem gelungen.»
Auf der Bühne des Festivals diente das einzigartige Instrument als spektakulärer Auftakt, bevor die traditionellen Alphörner übernahmen.
Eine musikalische Kuriosität, die das Publikum verzaubert – und selbst ihren Besitzer immer wieder zum Schmunzeln bringt.