Aarau schlägt die Grasshoppers dank zwei Toren von Stürmer Varol Tasar mit 2:1. Auch wenn Testspiele so etwas wie ein «Muster ohne Wert» sind, ein Sieg tut immer gut – erst recht, wenn er gegen ein oberklassiges Team gelingt.
Das streitet beim FC Aarau auch niemand ab, aber das Resultat wird relativiert: «Vorbereitungsspiele dürfen nicht mit Meisterschaftspartien verglichen werden», betont Aaraus neuer Trainer Patrick Rahmen. Und auch Sportchef Sandro Burki hält den Ball flach in seiner Analyse.
Gute und günstige Stürmer sind gesucht
Er nimmt das Resultat wohlwollend zur Kenntnis, lobt aber vor allem aber die gute Organisation, die er innerhalb des Teams erkannt hat. Viel passe schon gut zusammen, jetzt gehe es noch darum, die Offensive zu ergänzen. Konkret: «Wir suchen noch ein 1 bis 2 Stürmer».
Keine einfache Aufgabe, zumal gute «Knipser» rar sind und der FC Aarau über bescheidene finanzielle Mittel verfüge. Trotzdem: Burki schaut optimistisch in die Zukunft. Er ist überzeugt, dass er die gewünschten Offensivergänzungen findet. Bei den bisher getätigten Transfers kamen alles Defensivkräfte ins Team: Giuseppe Leo, Linus Obexer, Gezim Pepsi, Nicolas Schindelholz und Elsar Zverotic.
Ein Optimismus, der vom Trainer Patrick Rahmen, der einen offensiven Fussballstil vertritt, geteilt wird: «Wir suchen den Erfolg mit Angriffsfussball. Der FC Aarau soll mit seiner Spielweise nicht nur Punkte sammeln, sondern auch Spass machen».
Hohe Erwartungen? Nicht offiziell...
Rahmen weiss um den hohen Erwartungsdruck, der auf ihm und seinem Staff lastet. Er bleibt bei der Frage nach der Zielsetzung für die kommende Saison deshalb vorsichtig. Nicht sein Team, sondern Servette, Lausanne aber auch Vaduz sieht er ganz vorne. Der FC Aarau müsse mittelfristig auch wieder in der Lage sein, um die Tabellenspitze mitzuspielen.
Vorerst gelte der Fokus der Vorbereitungsphase. Die Stimmung sei gut und die Spieler hätten den Ehrgeiz, sich stetig zu verbessern, sagt Sandro Burki. Am 21. Juli gilt es ernst, dann ist Servette Genf zum Auftaktspiel in die neue Saison auf dem Brügglifeld zu Gast.
Bis dorthin bestreitet der FC Aarau sechs weitere Vorbereitungsspiele, unter anderem auch gegen die beiden Super-League-Vertreter FC Thun und FC Basel.