- Ein Gericht in Oslo hat einem Antrag Marius Borg Høibys auf Entlassung aus der Untersuchungshaft zugestimmt.
- Die Staatsanwaltschaft legte sofort Berufung ein, wodurch der Entscheid vorerst blockiert ist.
- In einer Woche soll das Urteil im Vergewaltigungsprozess gegen den 29-Jährigen fallen.
Die Richter verwiesen auf die gesundheitliche Lage von Kronprinzessin Mette-Marit und die Belastung für Mutter und Sohn.
Vor Gericht schilderte Høiby seine Sorge um seine Mutter. Besonders belastend sei die Ungewissheit, wie viel gemeinsame Zeit noch bleibt. «Jeder Sonntag, an dem wir uns treffen, könnte der letzte sein», sagte Høiby laut den Angaben mit Verweis auf die wöchentlichen Besuche seiner Familie.
Kronprinzessin auf Warteliste
Der norwegische Hof hatte zuletzt mitgeteilt, dass sich der Gesundheitszustand von Mette-Marit deutlich verschlechtert habe. Wegen ihrer Lungenfibrose steht sie inzwischen auf einer Warteliste für eine Lungentransplantation.
Høiby sitzt seit Anfang Februar in Untersuchungshaft. Anlass waren wiederholte Verstösse gegen ein Kontaktverbot zu einer Ex-Freundin. Seine Verteidigung bestreitet eine Wiederholungsgefahr.