- Ein Londoner Richter hat die Datenschutzklage von Prinz Harry und weiteren Prominenten gegen Associated Newspapers abgewiesen.
- Die Kläger warfen dem Verlag vor, bei rund 50 Artikeln der «Daily Mail» und der «Mail on Sunday» unter anderem Telefon-Hacking und Privatdetektive eingesetzt zu haben.
- Nach Darstellung des Gerichts belegten sie nicht ausreichend, dass Informationen rechtswidrig beschafft und nicht von Freunden, Palastmitarbeitenden oder PR-Leuten zugespielt worden waren.
Die Klägerschaft um Prinz Harry, Musiker Elton John und Schauspielerin Elizabeth Hurley forderte «erheblichen Schadenersatz» in nicht bezifferter Höhe.
Zu den Prozesskosten äusserte sich Associated Newspapers konkreter: Insgesamt lägen diese bei über 53 Millionen Schweizer Franken. Ob die Kläger diese Summe in voller Höhe tragen müssen, soll eine weitere Anhörung Ende Juli klären.
Für Harry endet damit die letzte offene Klage im Rahmen seiner Offensive gegen britische Boulevardverlage. Gegen den «Daily Mirror» gewann er 2023 ein Verfahren wegen Telefon-Hackings. Der Verlag der «Sun» hat einen weiteren Prozess beigelegt, mit Entschuldigung und Schadenersatz.