2007 führte die Bündner Regierung das Rumantsch Grischun als Alphabetisierungssprache an Primarschulen ein. Verstanden als ein Schulversuch. Zehn Gemeinden beteiligten sich daran. Doch es entstand auch Widerstand.
Die Bevölkerung nahm mehrere kommunale Volksinitiativen an, die eine Rückkehr zum Idiom als Schulsprache verlangten. Die Bündner Regierung aber beschloss, dass ein Wechsel grundsätzlich nicht während der obligatorischen Schulzeit erfolgen kann. Die Eltern zogen vor Bundesgericht – und verloren nun.
Das Bundesgericht hat heute den Entscheid der Regierung geschützt. Mit der Begründung, dass der Schutzbereich der Sprachenfreiheit mit der Verwendung von Rumantsch Grischun nicht tangiert werde. Die Regelung verletze laut Mitteilung des Bundesgerichts weder das Rechtsgleichheitsgebot noch das Diskriminierungs- oder Rückwirkungsverbot.