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«Touristiker erhoffen sich manchmal zu viel von Kunst» (13.10.16)
Aus Regi GR vom 13.10.2016.
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Graubünden «Einige Skulpturen in der Landschaft reichen nicht»

Sibylle Omlin beschäftigt sich seit längerem mit Kunst im öffentlichen Raum und hat kürzlich die Art Safiental besucht. «Eine gelungene Ausstellung», findet die Direktorin der Walliser Schule für Gestaltung. Doch es brauche Zeit, Geld und Knowhow, damit ein solches Projekt gelinge.

Besonders eine Arbeit hat die Kunsthistorikerin und Direktorin der Walliser Schule für Gestaltung beeindruckt: Eine chaotische Holzkonstruktion auf dem Tenner Chrüz, einem Vorgipfel auf rund 2000 Meter über Meer. Die Installation des Künstlerkollektivs «Les Frères Chapuisat» mit dem Titel «une échappée belle» (siehe Bild oben) schaffe einen neuen Raum und fordere die Besucher mit einer Kletterpartie heraus.

Anspruchsvolle Kunst

Die Art Safiental habe sie überzeugt, weil die Kunstwerke im ganzen Tal verteilt gewesen seien, sagt Sibylle Omlin. Man brauche Zeit und könne die Kunst nicht innerhalb kurzer Zeit konsumieren. Auch habe sie ein grosses Engagement der Leute im Tal wahrgenommen und damit auch eine Auseinandersetzung mit den Projekten.

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Kunst im alpinen Raum: Gespräch mit Sibylle Omlin (13.10.16)
12:35 min
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Dies sei bei vergleichbaren Projekten nicht unbedingt der Fall, wie Omlin besonders im Wallis beobachtet hat: «Touristiker erhoffen sich mehr Gäste im Tal und denken, wenn wir einige Skulpturen aufstellen, kommen die Leute. Das ist leider nicht der Fall». Für erfolgreiche Kunst im öffentlichen Raum brauche es künstlerisches Knowhow, Geld und Zeit. Sibylle Omlin rechnet mit mindestens einem Jahr Vorbereitungszeit für ein Projekt wie die Art Safiental.

Die Kunsthistorikerin appelliert an Initianten ähnlicher Projekte, lieber weniger Kunst in die Landschaft zu stellen und dafür auf Qualität zu achten. Dann könne eine solche Ausstellung besonders in abgelegenen Tälern durchaus eine Chance für den Tourismus sein.

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr; habs

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