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Graubünden Outlet in Landquart: Hängepartie wegen des Sonntagsverkaufs

Letzten Sommer waren die Verantwortlichen noch optimistisch: Man erwarte den Entscheid des SECO in einigen Wochen. Doch es harzt mit der Bewilligung. Stolperstein dürften die ausländischen Touristen sein. Offen ist die Frage: Kommen wirklich genug für eine Ausnahmebewilligung?

Vor bald einem Jahr entschied der Bundesrat, dass der Sonntagsverkauf im Outlet unter bestimmten Bedingungen möglich sein soll. Seit fast einem halben Jahr ist nun das Gesuch das Shoppingdorfs beim SECO in Bern hängig. «Wir sind gespannt auf die Antwort», sagte heute, am Rande einer Medienkonferenz, der neue Direktor Mathias Bommer.

Die Leitung des Outlets ist vielleicht auch ein bisschen nervös. Der Sonntag ist wichtig fürs Geschäft und macht laut Mathias Bommer 30% des Umsatzes aus.

Knackpunkt internationale Touristen

Schon seit der Eröffnung ist der Sonntagsverkauf umstritten. Das Bundesgericht erkärte ihn in einem Urteil 2014 für nicht zulässig. National- und Ständerat sprachen sich jedoch für eine Ausnahmeregelung aus. 2015 schliesslich erliess der Bundesrat eine Verfügung, die Shoppingdörfern unter bestimmten Bedingungen den Sonntagsverkauf erlaubt.

Knackpunkt im Fall des Outlets in Landquart dürften die ausländischen Touristen sein. Nur wenn sie genug Geld im Shoppingdorf ausgeben, kann der Bund eine Ausnahmebewilligung erteilen. Die entsprechende Formulierung ist schwammig. So ist die Rede davon, dass ein «wesenlicher Teil» des Umsatzes mit internationaler Kundschaft erwirtschaftet werden muss.

Audio
Frage um Sonntagsverkauf noch immer offen (20.01.2016)
01:52 min
abspielen. Laufzeit 1 Minute 52 Sekunden.

Wie hoch ihr Anteil aktuell am Umsatz ist, dazu gibt Outlet-Direktor Mathias Bommer keine Auskunft. Offen ist auch die Frage, was unter einem «wesentlichen Teil» des Umsatzes zu verstehen ist. Ob 20% reichen oder doch eher 40% «wesentlich» sind, muss nun das SECO entscheiden.

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr; habs

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