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Graubünden Schweizer Strasse als Gefahr für die Zollfreizone Samnaun

Die Schweizer Strasse nach Samnaun wird ausgebaut. Die Bündner Regierung hat ein Projekt für einen Tunnel und Sanierungen für 16 Millionen Franken genehmigt. In den kommenden 20 Jahren will der Kanton bis zu 80 Millionen investieren. Offen ist, ob der Ausbau die Zollfreizone gefährden könnte.

Seit rund 120 Jahren hat Samnaun die Zollfreizone. Sie wurde geschaffen, weil das Tal bis 1912 nur über Österreich erreichbar war. Von den Einnahmen aus der Zollfreizone profitieren Unternehmer im Samnaun. Auch die Gemeinde, der Bund und der Kanton können sich ein Stück des Kuchens abschneiden.

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Strasse könnte Samnauner Zollprivileg gefährden (Stefanie Hablützel, 14.02.2013)
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Zwei Strassen nach Samnaun

In den kommenden Jahrzehnten will der Kanton Graubünden die Strasse auf der Schweizer Seite sanieren. Geplant sind Ausbesserungen und drei Tunnels für bis zu 80 Millionen Franken. «Der Kanton hat sich die Pflicht auferlegt, für gute Strassenverbindungen zu sorgen», sagt Regierungsrat Mario Cavigelli.

Eine gut ausgebaute Strasse auf Schweizer Seite steht jedoch im Widerspruch zur Zollfreizone. Waren könnten künftig auch über die Schweizer Seite transportiert werden. Doch Regierungsrat Mario Cavigelli winkt ab: «Für das Zollprivileg ist der Bund zuständig.» Der Kanton kümmere sich nur um die Strasse.

Zollfreizone politisch unbestritten

Politisch ist die Sanierung und der Ausbau der Samnauner Strasse bisher unbestritten. Leise Kritik gab es letzten Sommer während der Auswärtssession nur von der SP. Ökologisch mache es wenig Sinn, die Dutyfree-Güter ins Tal zu transportieren und dort zu verkaufen. Politisch aktiv will die Partei aber nicht werden, bestätigt sie auf Anfrage.

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