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International 2,5 Millionen Kinder in den USA obdachlos

In den USA hatte im letzten Jahr eines von dreissig Kindern zumindest vorübergehend kein Dach über dem Kopf. Gründe für die gestiegene Obdachlosigkeit sind der Mangel an bezahlbarem Wohnraum und die Folgen der Wirtschaftskrise.

Eine Mutter isst ein Frühstück im Raum einer Kirche in Charlotte, North Carolina.
Legende: Frühstück in der Kirche: Diese Mutter mit ihren zwei Kindern ist ohne feste Wohnung. Reuters

In den USA sind fast 2,5 Millionen Kinder obdachlos – so viele wie nie zuvor. Gründe sind unter anderem die hohe Armutsquote, zu wenig bezahlbarer Wohnraum und die Folgen der Weltwirtschaftskrise. Dies geht aus der Untersuchung des National Center on Family Homelessness hervor.

«Ohne entschlossenes Handeln und die Bereitstellung ausreichender Mittel wird die Nation daran scheitern, das Regierungsziel von einem Ende der Familien-Obdachlosigkeit bis 2020 zu erreichen», schreiben die Autoren. Sie warnen vor einem «dauerhaften Dritte Welt-Amerika».

Anzahl obdachloser Kinder nimmt zu

Statistisch gesehen habe jedes 30. Kind in den Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr kein Zuhause gehabt. Landesweit ist die Zahl der Betroffenen im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozentpunkte gestiegen.

In einem Ranking aller 50 Bundesstaaten schneiden Minnesota und Nebraska im Norden des Landes und Massachusetts an der Ostküste am schlechtesten ab. Vergleichsweise gering ist das Problem dagegen in den Südstaaten Alabama, Mississippi und an der Westküste in Kalifornien.

Besonders für kleine Kinder könne Obdachlosigkeit verheerende Folgen haben und deren Lernverhalten sowie die geistigen und sozialen Fähigkeiten massiv beeinträchtigen, warnen die Autoren.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Wen kuemmerts.. dafuer haben die USA das liberalste Waffengesetz der Welt...DAS ist doch wichtiger... oder Herr Obama et al!
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  • Kommentar von Susanne Lüscher, Gossau
    Mit TTIP wird dies auch in Europa so weit kommen. Diejenigen, die hinter der USA-Regierung das Sagen haben, haben den Gewerkschaften in den Staaten schon lange den Giftzahn gezogen. Denen geht es alleine um Profit, trauriger weise ist einer der grössten Industriezweige in den USA die Rüstungsindustrie. Damit die grosse Gewinne generieren können, brauchen die was wohl? Eisenhower hat in seiner Abschiedsrede genau vor diesem Zweig gewarnt! Leider wurden die Warnungen in den Wind geschlagen.
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Traurig und pervers angesichts der Milliarden Aufrüstungsprogramme der USA - anderen aber Moral predigen wollen . Wie ist doch diese USA abgewirtschaftet .
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