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International 6000 Flüchtlinge aus dem Meer gerettet – an einem Tag

Der Seeweg zwischen Libyen und Italien ist für Flüchtlinge zur Hauptroute bei der Flucht nach Europa geworden. Das spiegelt sich auch in den steigenden Zahlen wider. Tausende wurden allein am Montag vor der Küste Libyens gerettet. Einige konnten nur noch tot geborgen werden.

Mann zieht Flüchtlinge mit Rettungswesten von Schlauchboot
Legende: Die Flüchtlinge waren in völlig überfüllten Schlauchbooten und Flössen unterwegs. (Archiv) Reuters

Vor der libyschen Küste sind am Montag an einem einzigen Tag 6055 Bootsflüchtlinge aufgegriffen worden. Sie waren auf 32 Schlauchbooten, fünf Booten und zwei Flössen unterwegs.

Die italienische Küstenwache hat die Rettungsaktion koordiniert. Gemäss ihren Angaben sind neun Leichen aus dem Meer geborgen worden.

Rund 132'000 Flüchtlinge haben seit Anfang Jahr in Booten Italien erreicht. Laut der Internationalen Organisation für Migration sind das etwa gleich viele Menschen wie 2015. Bereits 3000 Flüchtlinge sind in diesem Jahr ertrunken.

Rückgang zwischen Türkei und Griechenland

Oftmals machen sich die Menschen in zumeist einfachen Booten auf den Weg über das Mittelmeer. In Schlauchbooten, die normalerweise nur für gut ein Dutzend Menschen ausgerichtet sind, sitzen vielfach mehr 100 Personen.

Hilfsorganisationen zufolge ist der Seeweg zwischen Libyen und Italien inzwischen die wichtigste Route für Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa.

Nach der Vereinbarung der EU mit der Türkei ist die Zahl der Flüchtlinge, die von der Türkei in Richtung Griechenland aufbrechen, deutlich zurückgegangen.

Heute jährt sich die Flüchtlingskatastrophe von Lampedusa zum dritten Mal. In der Nacht zum 4. Oktober 2013 kenterte ein Boot mit 540 Flüchtlingen auf dem Weg von Afrika nach Italien. Fast 390 Menschen ertranken. Die italienische Regierung rief anschliessend die Operation «Mare Nostrum» ins Leben.

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62 Kommentare

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  • Kommentar von Pascal Gienger (Pascal Gienger)
    Ich bin immer wieder geschockt über Schweizer Kommentare wenn es um Ausländer und Flüchtlinge geht. Die Schweiz ein reines AfD-Land. Wollt ihr dass die Marine zusieht wie die Flüchtlinge ertrinken und qualvoll sterben nur damit sich die Botschaft verbreitet dass niemand durchkommt? Ist die ganze Schweiz mittlerweile Pegida-Land mit einer Mischung aus "Festung Europa"? Ich bin wirklich fassungslos.
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  • Kommentar von Ida Fischer (Ida Fiischer)
    Was ist ein Flüchtling? Eine Person die ihre Heimat gezwungenermassen verlassen muss und temporär nicht mehr dorthin zurückkehren kann. Wenn ein verfolgter aus Syrien in der Türkei oder Jordanien landet ist er aber sicher. Wenn dieser ins gelobte Land weiterreisen will weil er der Einladung Merkels gefolgten ist ist das kein Flüchtling sondern ein Wirtschftsmigrant der in einer Rundumversorgung auf Kosten der Steuerzahler landet mit der Hoffnung seinen Clan nachkommen zu lassen.
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  • Kommentar von Shankara Acharya (Shankara)
    Mir kommt es so vor, dass man so schnell wie möglich so viele "Flüchtlinge" wie möglich nach Europa transportieren will - jeder darf den Grund selber interpretieren (ich schreibe meine sehr sehr hässliche Interpretation nicht hin, sonst wird dies hier nicht veröffentlicht) - sodass man diese praktisch schon an der lybiscchen Küste abholt. Fehlt nur noch, dass man sie direkt vom Land ins Rettungsboot lässt. Dass all diese Schwarzafrikaner keine wahren Flüchtlinge sind, versteht sich von selbst!
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