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80 Jahre Zweiter Weltkrieg Was ist gesucht? Acht besondere Fragen zum Zweiten Weltkrieg

Vor 80 Jahren begann der Zweite Weltkrieg – ein Krieg, der mit der Eroberung Polens startet und 1945 als grösste Katastrophe des 20. Jahrhunderts endet. SRF News blickt mit acht Fragen der besonderen Art zurück. Ein Bild, ein Diagramm, eine Grafik, eine Zahl: Was ist gesucht?

Was stellt dieses Liniengeflecht dar?

Liniengeflecht
Legende: SRF

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Das Liniengeflecht stellt die verschiedenen Deportationsstrecken in Richtung Konzentrationslager Auschwitz dar.

Die systematische Deportation von Juden aus Deutschland und den Nachbarländern in den Osten beginnt 1941. Fast sämtliche deutschen Bahngleise werden einbezogen. Über Tausende Kilometer werden fortan Deportationszüge unter anderem in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau geschleust. Auch unter Kriegsbedingungen setzten die Reichsbehörden die Transporte fort – aus Frankreich im Westen bis zur Sowjetunion im Osten.

Die Verfügbarkeit von Zügen als Massentransportmittel für die Gefangenenzüge ist eine wichtige logistische Voraussetzung, um die Deportationen durchführen zu können. Dabei leisten Fachleute des Reichsministeriums und der Deutschen Reichsbahn tatkräftige Unterstützung.

Was erkennen Sie auf dem Bild?

Bild aus dem Zweiten Weltkrieg.
Legende: Sammlung des Niederländischen Instituts für Militärgeschichte

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Minenräumboot der niederländischen Marine
Legende:SAMMLUNG DES NIEDERLÄNDISCHEN INSTITUTS FÜR MILITÄRGESCHICHTE

Man erkennt ein getarntes Kriegsschiff der niederländischen Marine. Das ist die Geschichte dahinter.

Dem niederländischen Minenräumboot «Abraham Crijnssen» gelingt 1942 eine unglaubliche Flucht vor Japans Marine und Luftwaffe. Im Dezember 1941 beendet das japanische Militär die Kolonialherrschaft der Niederländer über das damalige «Niederländisch-Indien». Die «Abraham Crijnssen» ist seit 1937 hier stationiert – und wartet auf den Befehl, sich nach Australien abzusetzen.

Die Besatzung tarnt für diese gefährliche Fahrt das Deck dicht mit Gehölz. Das Kriegsschiff ist so kaum mehr von einer der vielen kleinen, Dschungel bewachsenen Inseln der Region zu unterscheiden. So getarnt, gelingt es den Niederländern, unentdeckt die japanischen Linien bis nach Australien zu passieren. Seit 1997 kann das Schiff in einem Marinemuseum im Norden Hollands besichtigt werden.

Was zeigt diese Karte von 1941?

Greater London
Legende: SRF

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Die Karte zeigt die deutschen Bombeneinschläge in London während des «Blitzkriegs» gegen Grossbritannien.

Im September 1940 ziehen ein erstes Mal Qualmwolken über London auf. Die deutsche Luftwaffe fliegt acht Monate lang immer wieder Angriffe auf Grossbritanniens Hauptstadt und andere Ziele im Land. Das Ziel: Die britische Verteidigungsbereitschaft schwächen und Grossbritannien zur Kapitulation zu zwingen. Mehr als 20’000 Menschen sterben, rund 1,4 Millionen verlieren ihre Wohnung. In Grossbritannien wird die Bombardierung Londons auch als «The Blitz» bezeichnet.

Die deutschen Geschwader werden ab Juni 1941 unter anderem an der Ostfront gebraucht. Die britische Royal Air Force rächt sich von da an und bis Kriegsende mit teils massiven Vergeltungsangriffen auf Berlin und weitere deutsche Städte.

(Quelle: Bombsight.org)

Was zeigt diese Säulengrafik?

Diagramm
Legende: SRF

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Die Säulengrafik zeigt die Anzahl Schweizer Freiwilliger in der Waffen-SS.

Vor allem gegen Ende des Krieges leisten in der Waffen-SS auch viele Ausländer Dienst. Sie stammen aus neutralen und verbündeten Ländern. Anfangs handelt es sich um deutsche Freiwillige. Später und angesichts der absehbaren Niederlage werden Volksdeutsche zum Dienst in Einheiten der Waffen-SS verpflichtet – teils unter Druck.

Insgesamt sind 24 Nationalitäten vertreten. Aus der Schweiz kämpfen rund 2000 Soldaten in der Waffen-SS. Zu den Fremdenlegionären zählen 1200 Schweizer, die bereits vor dem Zweiten Weltkrieg im Deutschen Reich leben. Dazu kommen jene 800 bis 900 Männer, die ihnen nach Kriegsbeginn folgen. Sie leisten einen persönlichen Eid auf den Führer und verpflichten sich für eine zwölfjährige Dienstzeit.

Was bedeuten diese beiden Zahlen?

Bildvergleich

Regler nach links verschieben Regler nach rechts verschieben
Legende:.

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Die Zahlen zeigen die vollstreckten Todesurteile gegen deutsche Deserteure im Vergleich vom Ersten zum Zweiten Weltkrieg.

Die Militärjustiz im Deutschen Reich verurteilt im Zweiten Weltkrieg insgesamt etwa 1.5 Millionen der zirka 20 Millionen Soldaten der Wehrmacht – aus verschiedenen Gründen. Die Bestimmungen zu den Tatbeständen der Fahnenflucht und der unerlaubten Entfernung werden 1935 und 1940 erheblich verschärft. Daraus resultieren 30'000 Todesurteile gegen deutsche Deserteure. Davon werden letztlich 23'000 auch vollstreckt.

Der Zahl von 30'000 Todesurteilen rund um den Zweiten Weltkrieg stehen im Ersten Weltkrieg gerade 150 Todesurteile gegen deutsche Deserteure gegenüber. Von denen wurden 48 vollstreckt. Insgesamt wird im Zweiten Weltkrieg von 350’000 bis 400’000 sogenannten deutschen «Wehrkraftzersetzern» ausgegangen.

Was zeigen diese drei Balken?

100'000.
Legende: SRF

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Die Balken zeigen die Anzahl Soldaten jüdischen Glaubens in der deutschen Armee im Ersten und Zweiten Weltkrieg und heute.

Rund 100’000 Juden dienen während des Ersten Weltkrieges in der deutschen Armee. 77’000 kämpfen an vorderster Front, 30’000 werden mit zum Teil höchsten Auszeichnungen dekoriert. Rund 12’000 verlieren im Krieg ihr Leben.

Bereits während des Krieges nimmt der Antisemitismus auch innerhalb der Armee zu. Er findet später seinen Höhepunkt mit der Machtergreifung Hitlers 1933. Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten besteht zu dieser Zeit noch aus mehr als 50'000 Mitgliedern. Bei Kriegsanfang 1939 sinkt die Zahl sich offen bekennender jüdischer Soldaten gegen Null. Heute leisten rund 250 Juden Dienst in der deutschen Bundeswehr.

Was zeigen diese Flächen?

Flächen.
Legende: SRF

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Sie zeigen die Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen ab 1945, verwaltet durch die Siegermächte USA, Frankreich, Grossbritannien und die Sowjetunion.

Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht im Mai 1945 endet der Zweite Weltkrieg. Im Juni übernehmen die Siegermächte USA, Frankreich, Grossbritannien und die Sowjetunion gemeinsam die oberste Regierungsgewalt in Deutschland. Sie richten sich in den vier abgebildeten Besatzungszonen ein.

Soweit es für die militärischen Zwecke erforderlich ist, wird die zerstörte Infrastruktur notdürftig instand gesetzt: Kanalisation und Behelfsbrücken sowie Wasser- und Energieversorgung. Im ansonsten sowjetisch kontrollierten Berlin ist die Präsenz der drei westlichen Alliierten eher symbolischer Natur. Die Militärgouverneure residieren zwar offiziell in Berlin, haben aber ihre Hauptquartiere in ihren Zonen.

Im Juli 1948 geben die Siegermächte die Bildung einer verfassungsgebenden Versammlung in Auftrag. Im Juli 1949 wird die Bundesrepublik Deutschland ausgerufen. Aussenpolitik und Aussenhandel unterstehen vorerst noch alliierter Kontrolle. Am 7. Oktober 1949 entsteht die Deutsche Demokratische Republik (DDR) und bezeichnet sich selbst als Volksdemokratie.

Welchen Moment zeigt dieses Bild?

Abschuss von Kampfschiff aus.
Legende: Keystone / Süddeutsche Zeitung Photo

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Das Bild zeigt die ersten Salven des deutschen Schlachtschiffs «Schleswig-Holstein» vor Danzig am 1. September 1939. Sie gelten als Startschuss für den Zweiten Weltkrieg.

«Seit 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen»: Das berühmte Zitat aus Hitlers Rede vom 1. September 1939 bezieht sich auf diesen Moment im Bild. In den frühen Morgenstunden eröffnet das Schlachtschiff «Schleswig-Holstein» das Feuer auf ein polnisches Munitionsdepot auf der Halbinsel Westerplatte bei Danzig – eine angebliche Gegenoffensive nach einem eigentlich von der SS inszenierten vermeintlich polnischen Angriff. Etwa zur selben Zeit greifen deutsche Bomber die zentralpolnische Kleinstadt Wielun an.

Der Überfall der «Schleswig-Holstein» wird sich zu einem Weltkrieg ausweiten. Stunden später verkündet Hitler, Danzig gehöre wieder zum Deutschen Reich.

Legende: Video Selbst im SS-Gefängnis hielt Mörgeli dicht abspielen. Laufzeit 05:45 Minuten.
Aus 10vor10 vom 22.08.2019.
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