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International 900 Flüchtlinge innert 24 Stunden

Die Migrantenströme über das Mittelmeer reissen nicht ab. Über 1000 Menschen wurden in den letzten beiden Tagen aus dem Wasser geborgen. Die meisten der Geretteten landen mal wieder in Italien.

Kriegsschiff
Legende: Schiffe der italienischen und portugiesischen Marine bargen in zwei Tagen über 1000 Migranten. Keystone

Die italienische Marine hat innerhalb von 24 Stunden über 900 Migranten vor Sizilien und der süditalienischen Küste in Sicherheit gebracht. Die meisten Flüchtlinge waren von Libyen abgefahren, berichteten italienische Medien.

Von Öltanker geborgen

477 Menschen wurden zur sizilianischen Hafenstadt Porto Empedocle geführt, nachdem sie in der Nacht von einem Öltanker in Sicherheit gebracht worden waren. Weitere 345 Personen wurden von einem Schiff der italienischen Marine gerettet und trafen in Pozzallo auf Sizilien ein.

Die Küstenwache brachte ausserdem ein Schiff mit weiteren 80 Migranten in Sicherheit, die in der kalabresischen Hafenstadt Crotone erwartet werden.

Die portugiesische Marine rettete am Freitagabend im Mittelmeer 201 Flüchtlinge aus Seenot. Ein Holzboot sei etwa 40 Kilometer vor der Küste Libyens gestoppt worden, sagte ein Sprecher des portugiesischen Verteidigungsministeriums. Die Flüchtlinge stammen den Angaben zufolge aus verschiedenen afrikanischen Staaten und sollten in ein Auffanglager nach Italien gebracht werden.

Über 150'000 Menschen in diesem Jahr

Die portugiesische Marine war im Rahmen der neuen EU-Mittelmeermission «Triton» im Einsatz. Die Operation unter Führung der EU-Grenzagentur Frontex hatte Anfang November das italienische Flüchtlings-Rettungsprogramm «Mare Nostrum» ersetzt.

2014 haben schon über 155'000 Flüchtlinge Italien erreicht. Im gesamten Jahr 2013 waren es nur 43'000.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner, Reinach
    Vor einigen Jahren habe ich mal mit dem Hilfsprojekt des Schauspielers Böhm beschäftigt. Das war ein grossartiger Ansatzpunkt. Mit der Diktatur in Eritea müssen sie selbst fertig werden. Weglaufen nützt da nicht. Es klingt vielleichtt hart, aber es sind Ansätze für Hilfe. Im eigenen Land
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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Migrantenströme über das Mittelmeer reissen nicht ab...., gibt es denn irgend einen Grund, weshalb sie abreissen sollten? Es wird immer so weitergehen, garantiert, bis zu dem Punkt, wo's dann einmal nicht mehr geht. War immer schon so, zumindest steht das in den meisten Geschichtsbüchern. Aber unsere Politiker beschränken sich ja lieber mit Twittern und Selfie klippsen, wie sollten sie denn wissen, was man, noch zu meiner Zeit, in den Schulen schon lernte. Das braucht man alles heute nicht mehr.
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  • Kommentar von M.Schmid, Bern
    Wieso stellt man hier im Forum die Flüchtlinge als "Invasion" dar...? Die Menschen können sich doch wirklich sehr einfach denken, dass sie von den erbärmlichen Zuständen dort drüben weg wollen, ohne irgendwelche weitere Motive zu haben als etwas Wohlstand durch Arbeit (und vielleicht etwas Geld für daheimgebliebene Familienmitglieder und Freunde)...
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    1. Antwort von Christa Wüstner, Reinach
      Herr Schmid, es geht doch hier auch um das eigene Land.die Gedanken dieser Menschen sin nachvollziehbar.aber was ist mit unseren sozialen und wirtschaftlichen Strukturen. Können wir das eines Tages noch bewältigen.deshalb muss man dringend die Einreise der Wirtschaftsflüchtlinge stoppen
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