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Absturz von Ethiopian-Maschine Pilot wollte umkehren

Legende: Video Einige Opfer konnten geborgen werden abspielen. Laufzeit 01:25 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.03.2019.
  • Eine Maschine der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines mit 157 Insassen an Bord ist nahe der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba abgestürzt.
  • Nach Angaben der Fluggesellschaft hat es keine Überlebenden gegeben.
  • An Bord befanden sich keine Schweizer, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) unter Berufung auf Ethiopian Airlines mitteilte.

Die Schweizer Vertretung in Addis Abedba stehe in Kontakt mit den äthiopischen Behörden und klärte das Ausmass des tragischen Unglücks ab. Die Flugzeuginsassen haben 33 verschiedene Nationalitäten gehabt. Unter den Toten seien 32 Kenianer und 17 Äthiopier, sagte ein Airline-Sprecher.

Laut Behördenangaben verloren ausserdem 18 Kanadier, jeweils acht Italiener, Amerikaner und Chinesen, je sieben Franzosen und Briten, sechs Ägypter, fünf Niederländer und vier Slowaken und Inder bei dem Absturz ihr Leben.

UNO-Mitarbeiter unter Opfern

Unter den Opfern in Äthiopien sind nach Angaben von UNO-Generalsekretär António Guterres auch Mitarbeiter der Vereinten Nationen. Genaue Zahlen oder Details nannte Guterres allerdings nicht.

Die Vereinten Nationen stünden in Kontakt mit den äthiopischen Behörden, um Details herauszubekommen. Das Unglück mache ihn «zutiefst traurig», sagte Guterres weiter und drückte den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.

Siziliens Regionalminister für Kultur ist tot

Von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) hiess es, dass nach ersten Erkenntnissen 19 Mitarbeiter von UNO-Organisationen umgekommen sein könnten. An diesem Montag beginnt in Nairobi eine Uno-Umweltkonferenz, bei der Staats- und Regierungschefs, Umweltminister und Experten aus aller Welt erwartet werden.

An Bord des Fliegers starb auch Siziliens Regionalminister für Kultur, Sebastiano Tusa, wie der Präsident der Region Sizilien, Nello Musumeci, auf Facebook mitteilte. Der 66-jährige Archäologe war auf dem Weg nach Kenia, um dort an einem Unesco-Projekt teilzunehmen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Probleme kurz nach dem Start

Die Absturzursache war zunächst unklar. Die Absturzstelle liegt 62 Kilometer südöstlich der äthiopischen Hauptstadt. Der Start vom Flughafen Addis Abeba erfolgte bei gutem Wetter. Die Maschine befand sich auf einem Linienflug zwischen Addis Abeba und Kenias Hauptstadt Nairobi.

Der Airline zufolge brach der Kontakt mit der Maschine sechs Minuten nach dem Abheben gegen halb neun am Sonntagmorgen ab. Zu diesem Zeitpunkt habe sich die Maschine nahe der Stadt Bishoftu befunden. Der Pilot habe «Probleme» gemeldet und um Erlaubnis zur Rückkehr nach Addis Abeba gebeten. Dafür habe er grünes Licht bekommen.

Neues Flugzeug

Das Flugzeug selbst war neu – Medienberichten zufolge hatte Boeing die Maschine erst im November an Ethiopian Airlines ausgeliefert. Die Boeing 737 Max 8 ist der gleiche Flugzeugtyp wie der von der indonesischen Gesellschaft Lion Air, der im Oktober 13 Minuten nach dem Start in Jakarta abgestürzt war. Alle 189 Menschen an Bord kamen ums Leben.

Legende: Video Aviatik-Experte: «Das gibt Anlass zur grösster Besorgnis» abspielen. Laufzeit 01:23 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.03.2019.

Ethiopian Airlines gehört zu hundert Prozent dem äthiopischen Staat. Die Fluggesellschaft hat eine Flotte von 108 Flugzeugen. Zuletzt war ein Passagierflugzeug der Ethiopian Airlines im Jahr 2010 in einen schweren Unfall verwickelt. Damals explodierte eine Boeing 737-800 nach dem Start im Libanon – 83 Passagiere und sieben Crewmitglieder kamen ums Leben.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Für einen Aviatik-Experten lässt sich Bürgi doch arg stark auf Spekulationen hinau, was so nicht sein sollte. Man weiss zwar, dass Boeing bei den Unterlagen zur Umschulung klar nachlässig war, was beim Lion Air Absturz von Bedeutung war, allerdings ist genau dieser Punkt der am einfachsten zu korrigierende, wurde von Boeing auch korrigiert und hat mit der Qualität des Fliegers selbst grundsätzlich wenig zu tun.
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  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Wenn der Mensch haette fliegen sollen haette er Fluegel bekommen... (na ja auch ich Brutus..)
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Die Art und Weise wie Boeing das Maneuvering Characteristics Augmentation System MCAS in die Ausbildung "integrierte" dürfte doch noch zu reden geben, inkl. den defekten Anstellwinkel-Sensoren. @SRF: Die korrekte Bezeichnung des Flugzeugtyps ist Boeing 737 MAX 8, alles ohne Bindestriche, damit von der 737-800 bzw. von den NG (=Next Generation) Versionen unterschieden werden kann. Boeing offeriert vier 737 MAX Versionen: MAX 7, MAX 8 (mit der Sardinen-Spezialversion MAX 200), MAX 9, MAX 10.
    Antwort von SRF folgt Ablehnen den Kommentar ablehnen