Ägypten: Minister überlebt Anschlagsserie unverletzt

In Kairo sind mehrere Sprengsätze explodiert. Sie sollten Innenminister Mohammed Ibrahim töten. Ein Polizist starb.

Ausgebranntes Autowrack vor einem Haus mit völlig zerstörter Fassade. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Angesichts der Zerstörung erstaunt es, dass nicht mehr Todesopfer zu beklagen sind. Keystone

Bei einem Sprengstoffanschlag auf den ägyptischen Innenminister Mohammed Ibrahim ist in Kairo ein Polizist getötet worden. 73 Menschen wurden nach Angaben des Innenministeriums bei dem Attentat verletzt.

Der Minister blieb nach Informationen aus Sicherheitskreisen unversehrt. Das Ministerium dementierte Berichte der staatlichen Medien, wonach die Leibwächter zwei Angreifer töteten.

Den Angaben zufolge explodierten neben der Fahrzeugkolonne kurz hintereinander mehrere Sprengsätze. Durch die Wucht der Detonationen wurden auch die Fassaden angrenzender Häuser zerstört.

Al-Kaida-Reaktion auf Festnahme eines ihrer Anführer?

Mohammed Ibrahim im Porträt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Für Muslimbrüder und Al-Kaida das Feindbild Nummer eins: Innenminister Mohammed Ibrahim. Reuters

Der Anschlag ereignete sich in der Nähe des Hauses des Ministers im Stadtteil Nasr-City. Die Bomben explodierten, als Ibrahim in Begleitung seiner Leibwächter zur Arbeit fahren wollte.

Sprengstoffanschläge sind in Ägypten selten. Beobachter vermuteten deshalb einen Zusammenhang zwischen dem Attentat und der Festnahme des Anführers der Al-Kaida-Terroristen. Adel Habara war auf der Sinai-Halbinsel verhaftet worden.

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