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International Aktion zur Vernichtung der syrischen Chemiewaffen läuft an

Die Zerstörung der syrischen Chemiewaffen hätte längst beginnen sollen. Doch Kämpfe verzögerten den Abtransport der giftigen Stoffe. Nun kann es bald losgehen: Die dänisch-norwegische Flottille, die die Chemiewaffen abholen soll, ist von Zypern in Richtung syrische Küste ausgelaufen.

Legende: Video Chemie-Schiffe auf dem Weg nach Syrien abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.01.2014.

Der Prozess zur Vernichtung der syrischen C-Waffen ist angelaufen. Eine dänisch-norwegische Flotille hat den Hafen in Limassol auf Zypern verlassen. Sie ist unterwegs zum syrischen Hafen Latakia. Von dort aus werden die C-Waffen aus Syrien abtransportiert.

Einen genauen Zeitplan für den Abtransport der gefährlichen Kampfstoffe gibt es noch nicht. Dies sagte ein Sprecher der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag. «Es kann aber jeden Moment beginnen.»

Legende: Video «Cape Ray» wird auf die Mission vorbereitet (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 00:25 Minuten.
Aus News-Clip vom 03.01.2014.

Spezialschiff in zwei Wochen bereit

Das giftige Material wird dann zum US-Spezialschiff «Cape Ray» transportiert. Die Chemiewaffen sollen in einem ungenannten italienischen Hafen umgeladen werden, teilte das Aussenministerium in Rom mit. In internationalen Gewässern werden dann die C-Waffen auf der «Cape Ray» vernichtet.

Das US-Spezialschiff wird derzeit in den USA für die Vernichtung der Chemiewaffen einsatzbereit gemacht. Das Schiff soll innerhalb der nächsten zwei Wochen Richtung Mittelmeer auslaufen.

Für den Weg ins Mittelmeer braucht die «Cape Ray» nach Angaben des Kapitäns etwa zehn Tage. Die Zerstörung der Chemiewaffen wird laut Verteidigungsministerium maximal 90 Tage dauern. Rund 700 Tonnen Chemikalien müssen vernichtet werden.

Frist verstrichen

Derzeit werden einem Beschluss des UNO-Sicherheitsrates zufolge die Kampfstoffe, darunter Sarin und Senfgas, zum syrischen Hafen Latakia transportiert.

Für den Abtransport hatte der UNO-Sicherheitsrat ursprünglich eine Frist bis zum 31. Dezember 2013 gesetzt. Diese hatte wegen Kämpfen, Transportproblemen und schlechten Wetters aber nicht eingehalten werden können.

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