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Strafanzeige gegen französisches AKW
Aus Tagesschau vom 07.03.2016.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 40 Sekunden.
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International AKW Fessenheim: Widersprüchliche Signale aus Frankreich

Das älteste französische Atomkraftwerk in Fessenheim nahe der Grenze zur Schweiz soll noch in diesem Jahr stillgelegt werden. Die französische Wohnbau-Ministerin Emmanuelle Cosse widerspricht mit dieser Aussage Präsident François Hollande.

Bild der französischen Wohnbau-Ministerin Emmanuelle Cosse.
Legende: Sorgt mit ihrer Aussage für Verwirrung: Wohnbau-Ministerin Cosse. Keystone/Archiv

Die französische Wohnbau-Ministerin Emmanuelle Cosse hat am Sonntag gesagt, dass das älteste Atomkraftwerk in Fessenheim noch 2016 geschlossen werde. «Der Termin ist der, den mir der Präsident der Republik mehrmals wiederholt hat, also Ende 2016», sagte Cosse in einem Interview mit den Sendern RTL und LCI sowie der Zeitung «Le Figaro».

Präsident François Hollande selber hatte hingegen zuletzt gesagt, das AKW gehe nicht wie ursprünglich geplant in diesem Jahr vom Netz. Er begründete dies mit Verzögerungen beim Bau eines Reaktors der neuen Generation, der erst 2018 in Betrieb gehen soll. Ähnlich hatte sich auch Umweltministerin Ségolène Royal geäussert. Sie betonte aber, das Verfahren zur Schliessung werde noch in diesem Jahr beginnen. Was stimmt denn nun?

Audio
SRF-Frankreichkorrespondent Liebherr zu den widersprüchlichen Aussagen
aus SRF 4 News aktuell vom 07.03.2016.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 37 Sekunden.

«Ende Juni könnte Royal und mit ihr die Regierung entscheiden, Fessenheim stillzulegen», sagt SRF-Frankreich-korrespondent Charles Liebherr. Bis dann muss die Betreiberin, der Energiekonzern EDF, nämlich einen Plan vorlegen, wie Fessenheim vom Netz genommen werden könnte.

Liebherr betont aber, noch sei nichts entschieden und weist auf die «vielen Konjunktive» in den Aussagen der verschiedenen Politiker hin. Sollte die Regierung im Juni tatsächlich beschliessen, Fessenheim vom Netz zu nehmen, «werden weitere Monate, wenn nicht Jahre vergehen, bis wirklich kein Strom mehr produziert und der Reaktor tatsächlich abgeschaltet wird».

Die politischen Gegner von Hollande wollen die Laufzeit von Fessenheim um zehn Jahre verlängern. Auch das sei ein denkbares Szenario, so Liebherr. Fessenheim ist das älteste AKW Frankreichs.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Wetten dass, stünde das AKW Fesselheim in Westfrankreich, es würde so schnell wie möglich still gelegt. Aber da es im Osten Frankreich, also nahe der CH Grenze steh5t und der Wind meistens von Westen bläst, findet es Frankreich nicht dringend, das Werk abzustellen, denn der gefährliche Inhalt würde ja über die Schweiz wehen.
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      überhaupt nicht. Bei Bise weht der Wind das Zeug der Länge nach über den französischen Jura.
  • Kommentar von c jaschko  (Fibonacci's code Say's it all)
    Thorium gibt es im Überfluss , Thorium aber darf in den Medien nicht mal erwähnt werden :-) Kapitalismus hat uns fest im Griff, wir müssen leiden alles andere ist nicht gefragt :-)
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Das stimmt überhaupt nicht. Es gibt überhaupt keine Sprachregelungen und Thorium darf erwähnt werden so oft man will. Nur nützt das auch nicht viel, denn die Thorium Versuchsreaktoren haben es ja auch nicht ohne signifikante Störfälle geschafft. Der einzige massive Vorteil ist, dass es keine Kernschmelze geben kann. Aber was nützt das wenn der allgemeine Betrieb nicht zuverlässig läuft?
  • Kommentar von Wadelda Pip  (W. Pip)
    Wir sollten uns lieber über unser eigenes Beznau I/II aufregen. Die Dinger sind noch älter als Fessenheim und sind die ältesten laufenden Meiler der Welt!
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Überhaupt kein Grund zur grösseren Aufregung. Das Alter allein ist ja überhaupt kein Grund dass es gefährlicher sein sollte. Da gibt es viele weitere entscheidende Faktoren.