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Radioaktives Material
Legende: Laut IAEA verschwindet in rund 100 Fällen pro Jahr auf der Welt radioaktives Material Keystone
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International «Alles atomare Material kann in die Hände von Terroristen fallen»

Über 50 Staats- und Regierungschefs treffen sich ab heute in Washington zu einem Nuklearsicherheitsgipfel. Ihr Ziel: Niemals darf atomares Material in die Hände von Terroristen gelangen. Doch laut Barack Obamas Beraterin für nukleare Sicherheit ist dies nicht so einfach.

Die Sache ist eigentlich ganz einfach, sagt US-Präsident Barack Obamas Spitzenberaterin für nukleare Sicherheit, Laura Holgate, lapidar: «Grundsätzlich kann alles atomare Material, überall auf der Welt, in die Hände von Terroristen fallen.»

Damit meint sie nicht nur Waffen, sondern auch radioaktives Material, das in der Medizin, für die Forschung oder Energiegewinnung eingesetzt wird.

100 Mal pro Jahr verschwindet radioaktives Material

Audio
Vor der Atomkonferenz
01:55 min, aus HeuteMorgen vom 31.03.2016.
abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.

Gemäss der internationalen Atomenergieorganisation IAEA verschwindet jährlich in rund 100 Fällen radioaktives Material. Selten ist es hoch angereichert und damit für eine Atombombe ungeeignet.

Doch auch mit niedrig angereichertem Material könnte eine Terrororganisation wie der IS grossen Schaden anrichten, mit einer schmutzigen Bombe zum Beispiel, also einem konventionellen Sprengsatz, der bei seiner Explosion radioaktive Stoffe in der Umgebung verteilt und sie damit verseucht.

Am heute beginnenden Nuklearsicherheitsgipfel in Washington wollen die Staats- und Regierungschefs deshalb nach Wegen suchen, um ihre atomaren Bestände besser zu sichern oder ganz zu vernichten. Denn wo kein nukleares Material vorhanden sei, könnten Terroristen auch nichts klauen, sagt Obamas Beraterin Holgate.

Laura Holgate
Legende: Präsident Obamas Beraterin für nukleare Sicherheit, Laura Holgate: «Wo nichts ist, kann auch nichts gestohlen werden.» Imago

«Es gibt noch viel zu tun»

Seit 2010, seit dem ersten Nuklearsicherheitsgipfel, haben viele Staaten ihre Atombestände reduziert. Das sei kein Grund allerdings zur Selbstzufriedenheit, warnt die Nichtregierungsorganisation «Nuclear Threat Initiative».

Sie weist darauf hin, dass noch immer sehr viel atomares Material vorhanden sei, zum Teil schlecht geschützt. Auch Tom Karako von der sicherheitspolitischen Denkfabrik CSIS in Washington sagt, die Bedrohung durch Nuklearterroristen sei in den letzten Jahren im besten Fall moderat zurückgegangen. «Es gibt aber noch viel zu tun.»

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Udo Gerschler  (UG)
    Jeder Reisende und Bewohner dieser Erde wäre schon froh wenn er wüste wie verseucht,das Gebiet wo er sich befindet,von Uranmunition ist.Das Bemühen der Regierungschefs ist wieder nur Augenwischerei.
  • Kommentar von Barbara Lampérth  (Luk 12/3)
    Darauf haben Umweltschützer schon in den 70er Jahren hingewiesen - und wurden als naiv belächelt! Geld war halt wichtiger. Die Atomlobbyisten sollten persönlich für alle Schäden aufkommen müssen, was leider nicht geht, da sie in 100 000Jahren nicht mehr da sind.
    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Alles richtig Frau Lamperth, nur in der Zeitrechnung haben Sie sich gewaltig verschätzt. Nehmen Sie einige 0 weg