- Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz will das Rentensystem in Deutschland umbauen.
- Die vorgeschlagenen Massnahmen einer Kommission will er vollständig und zeitnah umsetzen.
- Insgesamt 33 Vorschläge hat die Kommission ausgearbeitet.
«Alle Elemente dieses Reformpakets müssen jetzt zügig umgesetzt werden», sagte Merz nach der Übergabe des Berichts in Berlin. Man könne es sich nicht erlauben, einzelne Massnahmen herauszunehmen oder abzulehnen.
Die Massnahmen würden ineinandergreifen und sich gegenseitig ausbalancieren. «Sie bilden ein Gesamtkonzept, das nur in seiner Gesamtheit funktioniert», sagte der Regierungschef. Die Koalition von Christ- und Sozialdemokraten sei sich daher einig, das Paket «vollständig» umzusetzen. Für die seit gut einem Jahr amtierende Regierung ist die Reform ein zentrales Vorhaben, mit dem sie nicht nur die Rente stabil halten, sondern auch Handlungsfähigkeit zeigen und die Stimmung im Land verbessern will.
Die Rentenkommission mit 13 Experten und Politikern war vor einem halben Jahr eingesetzt worden, um Vorschläge für eine grosse Rentenreform zu machen.
Merz würdigte die Vorschläge als «ausgewogenes Paket». «Diese Empfehlungen sind von allergrösster Bedeutung», sagte der Vorsitzende der christdemokratischen CDU. Die Vorschläge könnten den Trend umkehren und dazu führen, dass das Rentenniveau steigt und die Beiträge sinken.
Merz versprach: Kürzungen von Rentenleistungen werde es nicht geben. Bisher seien nur kleine Korrekturen am Rentensystem vorgenommen worden, dies sei nun eine grosse Reform. «Es ist allerhöchste Zeit. Nichtstun ist keine Option», sagte Merz.