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International Amerikaner lehnen sich gegen Polizeigewalt auf

In mehreren Grossstädten der USA haben sich erneut tausende Menschen zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt versammelt. Der Unmut in der Bevölkerung wächst über unverhältnismässige Polizeieinsätze. Die Bürgerrechts-Bewegung fordert eine bessere Überwachung und Untersuchung der Fälle.

Legende: Video Protestmarsch gegen Polizeigewalt abspielen. Laufzeit 01:01 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.12.2014.

In den USA haben sich Tausende zu Protestmärschen gegen Polizeigewalt versammelt. Zum «Tag des Widerstands» hatten Bürgerrechtsorganisationen aufgerufen. Grosskundgebungen gab es unter anderem in Washington D.C., New York, Chicago, Boston, Los Angeles und San Francisco.

Bereits in den vergangenen Wochen hatten US-Bürger landesweit immer wieder spontan gegen Übergriffe der Polizei vor allem gegen Schwarze demonstriert.

In New York zogen Tausende Demonstranten zum Hauptquartier der Polizei (NYPD, Link öffnet in einem neuen Fenster). Der Protest dauerte während der ganzen Nacht an. Nach Medienberichten kam es lediglich in Boston zu Ausschreitungen, ansonsten blieben die Demonstrationen friedlich.

Ermittlungen gegen Polizeigewalt gefordert

Allein in Washington D.C. marschierten laut den Organisatoren bis zu 50'000 Menschen unter dem Motto «Gerechtigkeit für alle» von der Innenstadt zum Kapitol. Die Polizei machte keine Angaben zur Teilnehmerzahl.

Die Demonstranten forderten unter anderem eine bessere Überwachung von Polizeieinsätzen und spezielle Ermittler, die Fälle von Gewaltanwendungen untersuchen sollen. Angeführt wurde der «March for Justice» (Marsch für Gerechtigkeit) von Bürgerrechtler Al Sharpton und Angehörigen mehrerer Afroamerikaner, die durch Polizeigewalt ums Leben gekommen waren.

Dabei waren auch die Eltern des schwarzen Teenagers Michael Brown, der im August in Ferguson, einem Vorort von St. Louis in Missouri, von einem weissen Polizisten erschossen worden war. Eine Jury von Geschworenen hatte vor knapp drei Wochen entschieden, dass der Schütze nicht vor Gericht gestellt wird. Daran hatten sich die jüngsten Proteste entzündet.

Legende: Video SRF-Korrespondent Arthur Honegger zur Demonstration abspielen. Laufzeit 01:47 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.12.2014.

«Black Lifes matter»

«Was für ein Meer von Menschen», sagte Browns Mutter Lesley McSpadden. «Wenn sie das nicht sehen und etwas ändern, dann weiss ich nicht, was wir als nächstes tun werden.» Bürgerrechtler fordern ein Gesetz, nach dem Bundesbehörden die Ermittlungen in Fällen übernehmen können, in denen Polizeigewalt im Spiel ist.

Die Demonstranten in Washington trugen Plakate mit Aufschriften wie «Keine Gerechtigkeit – kein Frieden», «Schwarze Leben zählen», «Stoppt Killer-Polizisten» und «Gerechtigkeit für alle».

Sharpton erklärte auf der Kundgebung: «Dies ist nicht ein schwarzer Marsch oder ein weisser Marsch, dies ist ein amerikanischer Marsch.»

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5 Kommentare

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  • Kommentar von c.jaschko, Bern
    Der Untergang des Imperiums , der Anfang vom Ende :-) Freiheit zuletzt ...
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Wer auch nur ansatzweise die weniger glitzernden Seiten der USA mitbekommen hat, der kann trocken feststellen, dass Polizisten in gefährlichen Gegenden täglich ihren Kopf und Kragen riskieren, da dort in der Regel jeder bewaffnet ist. Deshalb gibt es tatsächlich extrem scharfe Handlungsanweisungen, deren Nichtbefolgung tödlich enden kann. Die Beamten sind bei echt wirkenden Spielzeugpistolen daher sofort auf Selbstschutz programmiert.
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    1. Antwort von E. Siefert, Basel
      In den USA ist praktisch jeder mehrfach bewaffnet. Bemerkenswert ist einfach, dass es (in letzter Zeit) immer wieder Afro-Amerikaner getroffen hat, die unter Polizeigewalt umgekommen sind. Hat jemand schon von "Weissen" gehört, denen unter denselben Umständen, dasselbe passiert ist ? Oder redet man da einfach nicht darüber ?
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    2. Antwort von Hanspeter Schwarb, Eiken
      Da kann sich die Polizei bei den Reps und der Riffle Ass. bedanken . Die sorgen dafür das Kreti und Pleti mit Waffen herumlaufen können. In Iowa dürfen sogar Blinde Waffen tragen.
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  • Kommentar von A. Schulze, Paderborn
    Die US Regierung versucht mit allen Mitteln die Demokratie und "Westliche Werte" in der Welt zu verbreiten, so dass die eigenen auf der Strecke geblieben sind. Entweder ist es der klassische Fall von dem Schuster und seinen Schuhen oder es ist die blanke Gier nach Macht und Vorherrschaft was sie in die weite Welt hinaustreibt. Unter dem Deckmantel der Freiheit und Demokratie natürlich. Traurig.
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