Zum Inhalt springen
Inhalt

International «Amerikas Möglichkeiten sind unbegrenzt»

Nun hat die zweite Amtszeit auch offiziell begonnen: Vor hunderttausenden Zuschauern hat US-Präsident Barack Obama seinen Amtseid abgelegt. In seiner mit Spannung erwarteten Antrittsrede forderte er seine Landsleute zur Zusammenarbeit auf – national und auch international.

Legende: Video Obama legt den Amtseid ab abspielen. Laufzeit 04:14 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.01.2013.

Vor mehreren Hunderttausend Zuschauern hat US-Präsident Barack Obama auf den Stufen des Kapitols in Washington den Eid für seine zweite Amtszeit abgelegt.

In seiner Antrittsrede – von Kommentatoren als überraschend detailreich beschrieben – packte Obama viele heisse Eisen an. Der alte und neue Präsident stimmte seine Landsleute auf eine Reihe schwieriger Entscheidungen ein, um die immense Staatsverschuldung und die Kosten im Gesundheitswesen zu senken. Er machte sich zudem für die Gleichberechtigung von Minderheiten stark und kündigte an, auf den Klimawandel zu reagieren. Leicht dürfte das nicht werden: Praktisch alle diese Themen spalten die Amerikaner tief.

Politischem «Absolutismus» erteilte Obama in seiner Rede eine Absage und forderte stattdessen eine partei- und ideologieübergreifende Zusammenarbeit, um die Probleme des Landes anzugehen.

Dabei dürfte der 51jährige vor allem den Haushaltsstreit im HInterkopf gehabt haben. Die beiden grossen politischen Lager bewegen sich in dieser Frage nach wie vor nur zögerlich aufeinander zu, obwohl der grössten Volkswirtschaft der Welt der Staatsbankrott droht. Aber auch gegen die von Obama angestrebte Verschärfung der Waffenbesitz-Regeln laufen viele Amerikaner Sturm.

Wir sind für diesen Moment gemacht, und wir werden die Chance nutzen können, wenn wir es gemeinsam anpacken.

Obama machte seinen Landsleuten aber auch Mut für die Zukunft. Die wirtschaftliche Erholung habe begonnen, sagte er. «Amerikas Möglichkeiten sind unbegrenzt, weil dieses Amerika alle Eigenschaften hat, die eine Welt ohne Grenzen verlangt: Jugend, Schwung, Vielfalt und Offenheit, Risikobereitschaft und die Gabe, sich immer wieder neu zu erfinden. Wir sind für diesen Moment gemacht, und wir werden die Chance nutzen können, wenn wir es gemeinsam anpacken.»

Amtseid Nummer vier

Obamas Amtseinsetzung verfolgten mehrere Hunderttausend Menschen in Washington live mit – trotz eisiger Temperaturen. Die Zeremonie fiel weniger pompös aus als vor vier Jahren, als der erste schwarze Präsident der USA von einer weltweiten Welle der Begeisterung ins Weisse Haus getragen worden war.

Ohnehin ist Obama bereits seit Sonntag vereidigt – aus formalen Gründen. Die Verfassung der USA schreibt vor, dass der Präsident stets an einem 20. Januar sein Amt antritt. Die Hauptfeierlichkeiten wollte Obamas Planungsstab jedoch nicht am Sonntag abhalten, weshalb die öffentliche Vereidigung auf Montag gelegt wurde.

Obama hat den Amtseid damit bereits vier Mal abgelegt: Zu den beiden Schwüren von 2013, kommen noch zwei von 2009. Damals hatte sich der oberste Richter bei der ersten Abnahme des Eids versprochen. Sicherheitshalber wiederholte Obama den Schwur damals deshalb nochmals. 

Was von Obama erwartet wird

Was von Obama erwartet wird

US-Präsident Barack Obama hat seinen Amtseid abgelegt und ist in die zweite Amtszeit gestartet. Wird er anders politisieren, weil er nicht mehr an die Wiederwahl denken muss? Wie haben seine Vorgänger ihre zweite Amtszeit erlebt? Fragen an den Heidelberger Historiker Manfred Berg. Mehr.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Georg Büchner, St. Gallen
    "Unsere Reise ist nicht abgeschlossen, bis unsere homosexuellen Brüder und Schwestern vom Gesetz gleich behandelt werden wie alle anderen. Denn wenn wir gleich geschaffen sind, muss auch die Liebe eines Menschen zu einem anderen gleichwertig sein." (Obama in seiner Inaugurationsrede) Obama hats begriffen! Wann begreifen es unsere Politiker? In diesem Moment beneide ich die Amerikaner.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Ja Amerika's Moeglichkeiten unbegrenzt.. leider sind die Buerger dieses Landes.. der USA.. etwas "begrenzt"... Schlussendlich wurde die ganze Wirtschaftskrise in den USA ausgeloest.. Und wenn man sieht wie schwer sich die tun mit ihrem Waffenwahn... ja die Moeglichkeiten sind unbegrenzt, leider auch im negativen Sinn!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Paller, Helmuth
    Was soll das ganze Theater. Die Amerikaner lernen nie dazu. So viel Geld rausgeschmissen für dieses Theater. Gebt das Geld besser den Armen und Schwarzen in Amerika, denen geht es sehr dreckig. Obama hat in vier Jahren nichts erreicht, wie soll das in den nächsten vier Jahren besser werden. Amerika ist am Boden und wird nie wieder hoch kommen, entäuschend für sooo ein groooses Land. Gut brauchen wir Europäer die Amerikaner nicht. Amerika kann nur eines, Kriege führen, die sie verlieren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen