«Angriffe auf humanitäre Helfer sind Kriegsverbrechen»

Kurz nach der Gefangennahme von Blauhelmen an den Golanhöhen haben die Vereinten Nationen alle Mitgliedsländer zum Schutz von humanitären Helfern und UNO-Personal verpflichtet. Dutzende Helfer wurden bereits in diesem Jahr bei ihren Einsätzen getötet.

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Bildlegende: Grossbritannien UNO-Botschafter Mark Lyall Grant: In diesem Jahr bereits 79 Helfer getötet. Reuters

Zwei Tage nach der Gefangennahme von 44 Blauhelmsoldaten im Libanon haben die Vereinten Nationen alle Mitgliedsländer zum Schutz von humanitären Helfern und UNO-Personal verpflichtet. Gleichzeitig fordert eine am Freitag einstimmig vom Sicherheitsrat verabschiedete Resolution freien Zugang für Hilfsorganisationen zu Menschen in Not.

Das von Grossbritannien eingebrachte Papier wird schon seit mehreren Tagen beraten und ist keine direkte Reaktion auf die Festsetzung der Blauhelmsoldaten durch Islamisten. Es richtet sich vor allem gegen Verbrechen an humanitären Helfern.

Wachsende Bedrohung von Hilfskräften

Die Resolution unterstreicht noch einmal, dass solche Angriffe ein Kriegsverbrechen sind. Die 193 UNO-Staaten sollten alles unternehmen, solche Taten nicht ungesühnt zu lassen.

«Diese Resolution ist die Antwort auf eine wachsende Bedrohung für die Menschen, die helfen wollen», sagte Grossbritanniens UNO-Botschafter Mark Lyall Grant. «Allein in diesem Jahr wurden schon 79 Helfer getötet, vor allem in Afghanistan, Somalia, Syrien, Sudan und Südsudan.» Jedes dieser Verbrechen solle mit aller Macht geahndet werden.