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Brief- oder Paketbombe Anschlag auf ehemaligen griechischen Ministerpräsidenten

Die schwarze Limousine von Papademos.
Legende: Die Polizei riegelt um das Fahrzeug von Lucas Papademos die Umgebung ab. Reuters
  • Der frühere griechische Ministerpräsident Lucas Papademos ist nach einer Explosion in seinem Fahrzeug im Zentrum Athens verletzt worden. Das teilte die Polizei mit.
  • Nach aktuellem Informationsstand sei der Inhalt eines Umschlags oder eines kleinen Päckchens in seinen Händen explodiert, als er es in seinem Wagen öffnen wollte.
  • Papademos sei am Bauch und an den Beinen und Händen verletzt worden, aber nicht schwer. Er sei sofort in Spital gebracht worden, verlautete von den Rettungsdiensten.
  • Auch der Fahrer seiner Dienstlimousine wurde leicht verletzt.
  • Papademos war zwischen November 2011 und Mai 2012 im Zuge der Schuldenkrise Regierungschef von Griechenland. Damals hatte er eines der harten Sparprogramme umgesetzt.
  • Davor war Papademos Präsident der griechischen Notenbank und später Vizepräsident der Europäischen Zentralbank.
  • Die Attacke auf den früheren griechischen Ministerpräsidenten war die folgenschwerste seit dem Jahr 2010. Damals wurde ein Mitarbeiter des Sicherheitsministeriums durch eine Paketbombe getötet.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Sicher nichts rechtfertig diese Form von Gewalt aber auch gar nichts - ganauso wie nichts die Verschleierung der Rolle von Papademos als Notenbankchef rechtfertigt - aber auch gar nichts. Wenn es stimmt dass jede 2 grichische Familie überhaupt kein Einkommen hat und von der Rente der Grossmutter oder Grossvater lebt, die immer wieder gekürzt wird, versteht man aber die Wut und die Spannungen die dadurch entstehen. Griechenland hätte nie ihre Währung aufgeben dürfen.
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    1. Antwort von Sebastian Demlgruber (SeDem)
      Dass keine der vielen rechten und linken Regierungen Griechenlands es in den vergangenen Jahrzehnten für nötig gehalten hat, so etwas wie ein soziales Netz zu etablieren (und erst recht nicht die linksextreme Syriza mit ihrem rechtsradikalen Koalitionspartner), hat aber auch gar nichts mit dem Euro und Papademos zu tun. Terror löst aber auch gar keine Probleme (oder geht es nun irgendwem besser, weil Papademos und sein Fahrer verletzt wurden?), sondern macht alles nur schlimmer.
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  • Kommentar von L. Leuenberger (L.L.)
    Griechenland ist ein Pulverfass.800 000 qualifizierte Arbeitskräfte sind ausgewandert.Die meisten Staatsbetriebe sind an ausländische Investoren verkauft worden,die meisten mittleren Unternehmen stehen vor der Schliessung, die Kleinfirmen vor dem Bankrott.Die meisten Bürger fühlen sich allein und vergessen.Die schweren Folgen der €-Zone-Beitritts des Landes wurden bereits 2007 erkannt,das Land stand vor dem Bankrott.Seitdem läuft die grosse Lüge Kredit-Hilfe.Die €-Politik hat das Land vernichtet
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    1. Antwort von Sebastian Demlgruber (SeDem)
      Es ist unbegreiflich, dass es immer wieder Leute gibt, die Verständnis für Terroranschläge zeigen und insinuieren, dass kriminelle Gewalt gegen Menschen irgendwie akzeptabel sei. Nichts, rein gar nichts rechtfertigt auch nur im geringsten den Anschlag gegen Papademos.
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