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International Arabische Liga uneins über Syrien

Die arabischen Staaten finden im Syrien-Konflikt nicht zu einer gemeinsamen Position. Zwar verabschiedete die Arabische Liga eine Erklärung, in der sie den Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg verurteilte. Welche Konsequenzen daraus zu ziehen seien, blieb jedoch unklar.

Menschen an einem grossen Konferenztisch
Legende: Vereint uneins: Die Aussenminister der Arabischen Liga sassen in Kairo zusammen. Reuters

Die in Kairo versammelten Aussenminister der Liga appellierten in einer Erklärung lediglich an die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft, dieses Verbrechen nicht ungesühnt zu lassen, «für das das syrische Regime die Verantwortung trägt». Die Schuldigen sollten sich vor einem internationalen Gericht verantworten müssen.

Die Minister unterstützten die Pläne der USA für ein militärisches Eingreifen nicht. Auf den Wunsch des Vorsitzendes des Bündnisses der syrischen Opposition, Ahmed al-Dscharba, gingen sie nicht ein. Nur einige Golfstaaten unterstützen die Linie der Exil-Opposition. Libanon, der Irak und Algerien erklärten, sie könnten die Resolution in verschiedenen Punkten nicht mittragen. Eine neue arabische Friedensinitiative sei nicht geplant, hatte der ägyptische Aussenminister Nabil Fahmi zuvor erklärt.

Luftwaffe greift an

Unterdessen beschoss die syrische Luftwaffe nach Angaben von Aktivisten am Sonntag Stellungen der Aufständischen in der Nähe von Damaskus. Es habe sich um eine Vergeltungsaktion nach Angriffen der Rebellen gehandelt, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Zwölf Menschen, darunter zwei Kinder, seien in der Stadt Ruhabija nordöstlich der Hauptstadt getötet worden, meldete die Beobachtungsstelle. Unter den Toten seien auch neun Kämpfer der Rebellen. Zwei weitere Menschen seien bei Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen gestorben.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Der arabischen Liga müsste klipp und klar gemacht werden, dass es sich um ein regionales Problem bei Ihnen handelt und diese Herren sich selbst um eine politische Lösung zu kümmern hätte. Die UNO und der Westen könnten dann immer noch für Logistikaufgaben im humanitären Bereich, aber vor Ort, angefragt werden.
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      Das wäre ein wünschenswertes,klares Vorgehen.Aber auf klare Vorgehen lassen sich nicht so gut Intrigen und Lügen aufbauen.Tendenziel wird lieber im trüben Wasser gefischt.Dumm nur,dass jeder in böser Absicht abgeschossene Pfeil früher oder später jene trifft,die ihn abgeschossen haben.Eigenartig,dass so nahe liegende Möglichkeiten gar nicht erst thematisiert werden.Mit gutem Willen könnten etliche Alternativen gefunden werden.
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  • Kommentar von O. Lutz, Bassersdorf
    Zur Info: die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" besteht aus einem Snack-Betreiber, der weder eine journalistische noch juristische Ausbildung hat. Der Exil-Syrer, welcher seit 12 Jahren nicht mehr in seiner Heimat war, soll jedoch Marketing an einer Hochschule studiert haben. Diese Fakten ermöglichen entsprechende Rückschlüsse auf die Glaubwürdigkeit der Informationen. Einfach mal Wikipedia fragen.
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