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International Arbeitsmarktdaten aus den USA: Nicht nur Grund zum Jubeln

Präsident Obama hatte in letzter Zeit wenig Grund zur Freude. Krisen rund um die Welt, Kritik an seiner Politik im eigenen Land. Die nun veröffentlichten Zahlen zum amerikanischen Arbeitsmarkt dürften da willkommen sein. Die Arbeitslosenquote sank erneut und liegt nun knapp über sechs Prozent.

Der ausserordentlich kalte Winter Anfang dieses Jahres, der den Gesundungsprozess der amerikanischen Wirtschaft gedrosselt hatte, scheint definitiv ausgestanden zu sein.

Arbeitsamt in den USA
Legende: Arbeitsämter in den USA: Es gibt mehr Stellen, aber die Sockelarbeitslosigkeit ist hoch. Keystone/Archiv

Die USA weist eine Arbeitslosenquote von neu 6,1 Prozent auf. Das ist so tief wie seit Herbst 2008 nicht mehr und tiefer als erwartet. Dazu sind mehr neue Jobs entstanden, als die Ökonomen vorausgesagt hatten – plus 288'000 allein im letzten Monat.

Unter Experten gilt die Faustregel, dass Monat für Monat rund 250‘000 Stellen geschaffen werden müssen, damit der Arbeitsmarkt richtig in Schwung kommt.

Das sind gute Nachrichten und für einige Experten sind sie ein Zeichen dafür, dass die USA inzwischen die Finanz-und Wirtschaftskrise hinter sich gelassen haben.

Viele Leute suchen gar keinen Job mehr

Schaut man die Zahlen etwas genauer an, erkennt man allerdings, dass noch nicht ganz alles zum Besten steht. Eine Arbeitslosenquote über 6 Prozent ist im historischen Vergleich noch immer zu hoch.

Der Anteil der arbeitenden Bevölkerung ist so tief wie seit 30 Jahren nicht mehr – ein Zeichen, dass viele Leute die Suche nach einem Job aufgegeben haben und deshalb nicht mehr in die Arbeitslosenquote eingerechnet werden. Zudem sind es vor allem Stellen im Tief- und Niedriglohnbereich, die in den letzten Monaten geschaffen wurden, in den Restaurants, in der Hotellerie oder im Pflegebereich.

Legende: Video Einschätzungen von Miriam Braun in New York abspielen. Laufzeit 1:11 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.07.2014.

Zinserhöhung früher nötig

Es sind diese Schatten und eine tiefe Inflationsrate, die die amerikanische Notenbank bis jetzt zögern liessen, an der Zinsschraube zu drehen. Der Leitzins liegt seit Dezember 2008 praktisch bei null Prozent. Dennoch könnten die heutigen Arbeitsmarkt-Daten eine neue Debatte auslösen, ob eine Zinserhöhung nicht schon früher als bis jetzt erwartet angebracht ist. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass eine Erhöhung frühestens Mitte 2015 kommen wird.

Für den Moment bewegt sich die US-Wirtschaft, das zeigen die jüngsten Zahlen, in die richtige Richtung. Entsprechend positiv reagierten auch die Börsen. Der Dow Jones Index in New York kletterte zum ersten Mal überhaupt über die Marke von 17‘000 Punkten.

2 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Und dieser Saustall wird verzögert auch bei uns vermehrt eintreten , wenn wir nicht ehrlicher werden in der Verteilung der Güter - darauf wette ich . Eine Gesellschaftsordung wird am Wohlergehen der breiten Masse gemessen und nicht an läppischen Arbeitslosenzahlen - und wo die Mittellosen nach Kuba reisen müssen sich behandeln zu lassen , weil sie ihre eigene Heimat nicht mehr vermögen. Und bei uns ? Kenne einige CH Bürger die gingen vor Scham weil sie sich die CH nicht mehr leisten konnten.
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  • Kommentar von Beatrix Junod, CLARENS
    wem soll man noch glauben? es wird getricks, verschönert, gelogen, und schmeisst mit Falschmeldungen um sich. Was ist nur los auf dieser Welt, wo der Mensch nur zählt wenn er arbeitet, arbeitet er nicht existiert er nicht mehr Gleubwürdige Demokratie die man auf der ganzen Welt einführen will. Was ist das für eine Schweinerei.
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